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Siegburg: "Rising Voices" singen bei Musical über Martin Luther King

Aufführung ist schon im Februar : Siegburger Chor singt bei Musical über Martin Luther King

Der Siegburger Chor „Rising Voices“ steht bei einem Musical über Martin Luther King in der Siegerlandhalle in Siegen mit auf der Bühne. Damit wagt sich der Chor schon zum zweiten Mal vor ein großes Publikum.

Gemeinsam mit anderen Chören auf einer großen Bühne zu stehen, bei einem Musical vor einem großen Publikum aufzutreten – das nimmt der Siegburger Chor „Rising Voices“ im Februar bereits zum zweiten Mal in Angriff. In „Ein Traum verändert die Welt“ erzählen sie gemeinsam mit insgesamt 600 Sängerinnen und Sängern musikalisch die Geschichte des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King.

Für dieses Großprojekt probt der Chor derzeit. Verschiedene Stücke aus unterschiedlichen Stilrichtungen wie Gospel, Motown, Rock’n’Roll und Pop beschäftigen die 50 Chormitglieder. Bei dem King-Musical gebe es auch etliche Stücke, die man gemeinhin kenne, erzählt die Siegburgerin Sabine Kalhöfer. Amazing Grace ist eines davon. Sie freut sich auf die Auftritte im Februar. „Es ist großartig, mit so vielen Menschen auf der Bühne zu stehen.”

Bereits im Reformationsjubiläumsjahr 2017 waren die „Rising Voices“ beim Pop-Oratorium „Martin Luther“ in Düsseldorf dabei. Damals standen sogar 3000 Chorbegeisterte auf der Bühne. „Es hat uns großen Spaß gemacht, in so einer großen Sängergruppe mit Band und Bühnenshow mitzusingen, das war etwas ganz Besonderes”, sagt Chorleiterin Katrin Wissemann, die den Chor bereits seit 20 Jahren leitet. Für sie war diese erste Erfahrung Grund genug, bei einem weiteren überregionalen Chorereignis mitzuwirken.

Für Andreas Groß aus Troisdorf-Altenrath liegt die Motivation noch auf einem anderen Aspekt: „Ich finde das Thema in der heutigen Zeit, in der eine starke Strömung nach rechts in Richtung Hass und Intoleranz zu beobachten ist, vorbildlich. Es ist aktueller denn je.” Der Afroamerikaner Martin Luther King war einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit in den USA der 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Dazu passt der vieldeutige Name des Siegburger Chors. „Rising Voices“ bedeutet „sich erhebende Stimmen“. Gleichzeitig zeigt der Chorname die Zugehörigkeit zur Auferstehungskirche, denn „to rise“ lässt sich auch mit „auferstehen“ übersetzen. Katrin Wissemann betont außerdem: „Wir sind ausdrücklich ein ökumenischer Chor.”

Einen kleinen Vorgeschmack auf das Großereignis hatten die Sänger bereits in der Vorweihnachtszeit. Für das Chorkonzert „Mit den Engeln will ich singen“ unterbrachen sie die Proben für das Musical. Katrin Wissemann leitet mehrere Chöre, die sich dazu im Chorraum der Kirche versammelten, insgesamt waren es 180 Aufführende. Dazu gehören neben den „Rising Voices“ die evangelische Kantorei und die Seniorenkantorei, außerdem die Young Voices sowie der Kinderchor der Gemeinde.

Gleich zweimal treten die „Rising Voices“ mit dem King-Musical auf: am Samstag, 8. Februar, um 14 und um 19 Uhr in der Siegerlandhalle in Siegen.