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Silvestereinsätze für die Polizei: Brand in Uckendorf, Ehekrach in Niederpleis

Silvestereinsätze für die Polizei : Brand in Uckendorf, Ehekrach in Niederpleis

Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste war es keine ruhige Silvesternacht, allerdings auch keine außergewöhnliche. Die Kreispolizeibehörde in Siegburg zählte während des Nachtdienstes zwischen 21 und 6 Uhr insgesamt 124 Einsätze.

Es waren meist kleinere wie Ruhestörung oder Schlägereien. "Der ganz normale Wahnsinn an Silvester", sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Siegburg. Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis musste während der Silvesternacht 80 Mal der Rettungsdienst ausrücken, 20 Mal davon mit Notarzt.

Die Feuerwehr kam auf 30 Einsätze, in der Regel waren es nur kleine. Eine Ausnahme bildete da ein Wohnhausbrand in Niederkassel-Uckendorf. Die Feuerwehr wurde gegen ein Uhr alarmiert. Als die zwei Löschzüge an dem Haus an der Eschmarer Straße ankamen, schlugen die Flammen bereits aus dem ersten Oberschoss und aus dem Dach des Hauses.

"Die Anwohner waren zu dem Zeitpunkt nicht vor Ort, somit waren in keinem Moment Personen in Gefahr", erklärte ein Sprecher der Polizei. Die Feuerwehrleute setzten eine Drehleiter ein, um die Flammen zu bekämpfen. Ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude konnte vermieden werden. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Die Brandursache ist bislang unklar, die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Bei ihren Einsätzen in der Silvesternacht hatte es die Polizei immer wieder mit den Folgen von Alkoholkonsum zu tun - so auch in Sankt-Augustin-Niederpleis. Von dort meldete sich gegen 3 Uhr eine 59-Jährige. Sie gab an, dass ihr Mann sie geschlagen und bedroht habe - und dass er Schusswaffen besitze.

Aus diesem Grund wurden Funkstreifen der Polizeiwachen Troisdorf und Siegburg eingesetzt. Die Polizei brachte den 73-Jährige dazu, dass er sich ohne Waffen aus der Wohnung begibt und sich den angerückten Polizeibeamten stellt. Er war alkoholisiert und wurde der Polizeiwache in Troisdorf zur Blutprobenentnahme überstellt. Bei der Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten Schusswaffen zur Gefahrenabwehr sicher. Jetzt wird geprüft, ob Verstöße gegen das Waffengesetz vorliegen.

Mit der Ehefrau, ebenfalls alkoholisiert, gab es allerdings noch Ärger: Laut Polizei verhielt sie sich renitent und störte die Beamten. Da sie einem Platzverweis nicht nachkam und Widerstand leistete, wurde sie vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.