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Neues IT-Netzwerk am Gymnasium: 200 000 Euro für Soft- und Hardware am Sibi

Neues IT-Netzwerk am Gymnasium : 200 000 Euro für Soft- und Hardware am Sibi

Das wird ein komplett neues Lehr- und Lerngefühl: Wenn die Sibi-Schüler nach den Herbstferien wieder die Schulbank drücken, tun sie dies unter neuen Voraussetzungen. Denn während sich die Pennäler vom Pauken für die ersten Klausuren des Schuljahres 2015/2016 erholen, geben sich im Siebengebirgsgymnasium Architekt, IT-Experten und Handwerker die Klinke in die Hand.

Fachleute installieren dort ein komplett neues IT-Netzwerk - eine Investition von annähernd 200 000 Euro, teilt die Stadt mit. Und auch die Arbeiten für den neuen Chemie-Raum laufen auf Hochtouren. Geliefert wird die Einrichtung am Freitag. Schließlich werden Rohre verlegt für die verbesserte Dachentwässerung.

Erneuerung der IT-Infrastruktur

Noch stapeln sich Kartons der neuen Hardware auf den Fluren, werden Leitungen gezogen und die sogenannten Accesspoints, über die flächendeckendes WLAN an der Schule garantiert wird, installiert. Der Test mit dem Mobiltelefon klappt schon mal. "Das WLAN funktioniert", sagt IT-Fachmann Dieter Lüttke, Projektleiter für die Erneuerung der IT-Infrastruktur am Siebengebirgsgymnasium, der mit Architekt Klaus Niehoff, der seinerseits alle Arbeiten am Sibi aus baufachlicher Sicht begleitet, Hand in Hand arbeitet.

Alleine 1600 Meter Leitungen wurden und werden für die neue Infrastruktur gelegt. Alle Wege führen zum Herzstück der Anlage, dem INTEL-Server. Zwei unabhängige Netze, abgesichert über eine sogenannte NGFW (Next Generation Firewall), die den gesamten internen und externen Netzwerkverkehr überwacht, werden darüber gespeist.

Als da wäre jenes für die Verwaltung mit 26 Arbeitsplätzen: Alle Belange von Statistiken für Ministerium und Bezirksregierung über Stundenpläne bis hin zum Schriftverkehr werden darüber verwaltet. Wie essenziell das ist, zeigen Beispiele aus der Vergangenheit: Auch die Aufgaben für das Zentral-Abitur erreichen heutzutage Schulen über die Datenautobahn. Stockt es da, hängen die Abiprüfungen am seidenen Faden.

Das zweite Netz ist das pädagogische Netz, das Lehrer und Schüler nach langer Durststrecke ins moderne Zeitalter befördert. "Man wusste nie, was geht und was nicht. Und in der Verwaltung dauerte alles ellenlang", sagt der stellvertretende Schulleiter Armin Ritter.

Nur die Hälfte der Rechner war funktionstüchtig

Mit Lüttke und Niehoff bespricht er den Fortgang aller Arbeiten. Und Ritter nennt ein Beispiel für die Probleme der Vergangenheit: Die Kollegen hätten für den Informatik-Unterricht stets einen Plan B in der Tasche gehabt, falls wieder nichts geht. Das war am Ende eher die Regel denn die Ausnahme. Denn anstatt ein leistungsfähiges Netz neu aufzusetzen, sei über Jahre am Vorhandenen herumgebastelt worden.

Ähnlich sah es mit der Hardware aus. Lüttke: "Von 40 Rechnern war nur die Hälfte funktionstüchtig." Dabei hat Informatik großen Stellenwert am Sibi: Ab Klasse acht gibt es das Fach, dazu vorbereitende Angebote in niedrigeren Klassen. Und als eines der wenigen Gymnasien bietet das Sibi auch einen Leistungskursus an.

Die neue IT-Infrastruktur ist so ausgelegt, dass sie noch ausgebaut werden kann. In den Computerräumen sieht es derweil so aus, als könnte es morgen losgehen. Bei den 50 Rechnern handelt es sich um All-in-One-Rechner, das heißt, auf den Tischen stehen nur noch Bildschirme. Hinzu kommen 40 Tablets. "Wie sind wirklich froh, dass wir das gemeinsam mit der Stadt jetzt hingekriegt haben", sagt Ritter. Zusammen genommen mit den neuen Naturwissenschaftsräumen "ist das Sibi hier gut aufgestellt. Das ist nicht an allen Schulen so ", so Ritter. Es kann also starten, das neue Zeitalter am Sibi.

[Arbeiten an Schulen]