Freizeitcenter Aegidienberg: Was bisher geschah

Freizeitcenter Aegidienberg : Was bisher geschah

Beim Freizeitcenter Aegidienberg handelt es sich um ein Wochenendgebiet: Die Parzellen sind gepachtet, die Häuser haben die Pächter auf eigene Kosten errichtet.

2014 wurde das Areal zwangsversteigert. Den Zuschlag für das Höchstgebot von 620 000 Euro erhielt die Alpha Ferienhaus Ltd Goch, vertreten durch Direktor Josef Karl Cisch. Dieser hat das Gelände nach eigenen Angaben unterverpachtet. Die Versteigerungssumme aber ist bislang nicht bezahlt. Cisch führte gegenüber dem GA aus, das müsse er auch nicht; stattdessen habe er eine Sicherungshypothek eintragen lassen. Neue Verträge mit den Pächtern seien durch Unterpachtfirmen geschlossen.

Wegen Nicht-Zahlung der Versteigerungssumme beantragten die Gläubiger Sicherungsverwaltung. Vom Gericht eingesetzt wurde der Bonner Rechtsanwalt Markus Lehmkühler. Zugleich betreiben die Gläubiger eine Neuversteigerung. Problem: Durch die Unterverpachtung sind Rechtsbeziehungen entstanden, die ein neuer Ersteigerer übernehmen müsste. Lehmkühler hat darum Klage eingereicht, um die Unwirksamkeit der Unterpachtverträge festzustellen.

Probleme haben vor allem die Pächter, die von Rechts wegen ihre Pacht an die Sicherungsverwaltung zahlen, sich laut Pächter Charly Hörster und anderen aber dafür sogar Bedrohungen der neuen Eigentümer gegenüber sähen. Einigen wurden 2014 vorübergehend Strom und Wasser abgestellt, andere erhielten Platzverbot, laut Cisch wegen ausstehender Abschläge und Pachten. Die Stadt Bad Honnef hat inzwischen Strafanzeige erstattet.

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