ADAC-Turnier an der Gebrüder-Grimm-Schule: Rheinbreitbach sucht den Fahrrad-Champion

ADAC-Turnier an der Gebrüder-Grimm-Schule : Rheinbreitbach sucht den Fahrrad-Champion

Dicht an dicht waren im Park der Oberen Burg Fahrräder aufgereiht. Bei genauerem Hinsehen wurde klar, dass es sich um Kinderfahrräder handelte.

Die Betreuende Gebrüder-Grimm-Grundschule führte wieder einmal ihren Realverkehrstag mit den Schülern der dritten und vierten Klassen durch. Lehrerin Susanne Seidel begann schon einmal mit der Fahrradkontrolle. Gewissenhaft überprüfte sie im Park nicht nur die Funktionstüchtigkeit der Bremsen für Vorder- und Hinterrad. Auch die Fahrradschelle und der Dynamo, Speichenreflektoren, Scheinwerfer und Rücklicht inspizierte die Pädagogin eingehend.

Die Polizistinnen Nadine Engebrecht und Ute Schütz von der Linzer Polizeiinspektion konnten so unmittelbar nach ihrer Ankunft mit den Schülern in kleinen Gruppen zu Rundfahrten durch Rheinbreitbach aufbrechen.

Mitglieder des Elternbeirates um die Vorsitzende Martina Henseler bauten auf dem Sportplatz hinter dem Schulgebäude zudem den ADAC-Parcours für das Jugend-Fahrradturnier "Wer wird Fahrrad-Champion" auf. Auch für diesen galt natürlich "Mit Sicherheit ans Ziel!" Was bedeutete: ohne Helm keine Teilnahme.

"Mit Susanne Ahrends, die diesen Wettbewerb schon zum achten Mal mitmacht, habe ich eine erfahrene Parcours-Expertin im Team", sagte Martina Henseler, während ihre Mitstreiter die schmalen Holzklötze aufstellten, mit denen die "Spur" der großen Acht zu beiden Seiten markiert wurde. "Hier, an der vierten Station, sammeln etliche Schüler Punkte, indem sie die Holzquader umfahren", sagte Ahrends.

Den ersten Fehler konnte man aber schon beim Anfahren machen, wenn man vergaß, sich zuvor genau umzuschauen. Das Spurbrett, auf dem es galt, bei wenig Platz sicher geradeaus zu fahren, bereitete dagegen kaum einem Schüler Schwierigkeiten. Dann aber kam schon der Kreisel: Bei diesem mussten die Fahrer ein Flacheisen, das mit einer langen Kette an einem Pfosten befestigt war, von einer Magnetplatte abnehmen und es nach einer Kreisfahrt wieder auf der Platte ablegen. Maximal sechs Minuspunkte konnte man einfahren, wenn die Kette verfehlt oder verloren wurde, über den Boden schliff oder wenn der Ständer umgeworfen wurde.

"Auch für das Schrägbrett, das in der Mitte den Neigungswinkel in die andere Richtung ändert, muss man schon ein relativ sicherer Fahrradfahrer sein", so Ahrends. Bei der nächsten Station, dem Spurwechsel, kam es nicht nur darauf an, nicht das Handzeichen zu vergessen. In Erinnerung behalten musste man auch eine Zahl, die am Anfang dieser Übung zu lesen war. Gefragt wurden die Schüler nach dieser jedoch erst, nachdem sie die 25 Meter lange Slalomstrecke mit abschließendem Bremstest absolviert hatten. Das aber hatte einigen soviel Konzentration abverlangt, dass sie die Zahl einfach aus dem Gedächtnis gestrichen hatten.

"Ganz ohne Minuspunkte kommen nur die richtigen Fahrradcracks über die Runde, was aber den Spaß für die Übrigen nicht mindern sollte, zumal wir bei Fehlern ja auch schon mal ein Auge zudrücken", so Henseler.

Ihre kleine "Dorfrunde" auf dem Rad führte die Viertklässler zudem über die Schulstraße, den Grendel und die Westerwaldstraße, die Hauptstraße, die Bürresheimer Straße, die Josefstraße und die Schulstraße wieder zurück zum Park.

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