Geranzien-Zeit in der Innenstadt: Bad Honnef blüht auf

Geranzien-Zeit in der Innenstadt : Bad Honnef blüht auf

184 Pflanzkübel anschrauben, 184 Mal dem "Grünzeug" darin einen kräftigen "Schluck" aus dem Tank verabreichen: In Bad Honnef ist Geranien-Zeit. Bis zum Pfingstfest soll das "Blumenband" durch die Stadt gezogen sein. Die Männer um Diether Habicht-Benthin, den Initiator von "Lasst Bad Honnef erblühen" von der Initiative Wirtschaft für Bad Honnef, packen derzeit kräftig an, um generalstabsmäßig die Prozedur durchzuziehen.

Immer ab 17 Uhr, wenn der Gießwagen, den die Bad Honnef AG zur Verfügung stellt, und der Lastwagen, der von der Firma Hupperich & Westhoven samt Personal beigesteuert wird, nach Feierabend bereitstehen, geht es los. Kleine Verkehrsstaus lassen sich durch diesen blumigen "Lieferverkehr" nicht ganz vermeiden. Aber schließlich wird die Stadt dadurch wieder bunter.

Der Gärtnermeister Josef Welsch hat die Kübel im Frühjahr bepflanzt. Fast zehn Kubikmeter Torferde verarbeitete er dabei. Dann wurden die Geranien vier Wochen lang im Treibhaus der Gärtnerei Welsch in Unkel vorgezogen. Die Wurzeln der Pflanzen wuchsen dabei durch den perforierten Zwischenboden in den darunter liegenden Wasserspeicher. Und von dort holen sie sich nun das frische Nass.

Das aber reicht nicht aus. Dem Gießwasser müssen Mineralstoffe beigegeben werden. Ein Schuss Wuchsal hilft den Blumen auf die Sprünge. Und schon bald dürfte es wieder überall herrlich blühen. An der Linzer Straße muss wegen der Bauarbeiten eine Lücke gelassen werden. Vor der Pfarrkirche Sankt Johann Baptist befinden sich diesmal vier Kübel zusätzlich. Auch die Buketts am Eingang von Honnef-Süd und von Rhöndorf mit insgesamt jeweils 16 Kübeln werden bald ganze Zierde der Stadt-Portale sein.

"Wir suchen immer wieder Paten", sagt Diether Habicht-Benthin, der den Gießwagen an der nächsten Laterne in der Fußgängerzone stoppt, während Luis Ferreira den Kübeln per Schlauch Wasser spendiert. "Es wird von Jahr zu Jahr schwerer, das System zu bestreiten. Wir haben Kosten von 16 000 Euro."

Wer die Patenschaft über einen Kübel übernehmen möchte, zahlt pro Jahr 110 Euro. Umso dankbarer ist Habicht-Benthin, wenn Unternehmen gleich mehrere Pflanztöpfe finanzieren. Viele örtliche Unternehmen seien hier schon sehr aktiv, solche im Tal und auch solche in Aegidienberg.

"Besonders für Rhöndorf benötigen wir noch einen Sponsor, der fünf bis zehn Kübel übernimmt. Das ist immerhin der am stärksten von Touristen frequentierte Stadtteil und muss besonders attraktiv sein", betont Habicht-Benthin und hofft auf neue "Lasst-Bad-Honnef-erblühen-Freunde". oro

Informationen zur Initiative und zum blühenden Band gibt es im Internet unter der Adresse www.initiative-wirtschaft.info.

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