Aegidienberger Theodor-Weinz-Schule: Projektwoche - Kinder machen ihre Schule zum Kunsttempel

Aegidienberger Theodor-Weinz-Schule : Projektwoche - Kinder machen ihre Schule zum Kunsttempel

Ihre komplette Schule hatten die Mädchen und Jungen der Theodor-Weinz-Schule dann doch nicht verhüllt. Aber dennoch eiferten sie Christo nach, der vor fast 20 Jahren spektakulär den Berliner Reichstag hinter Stoffbahnen "versteckte".

Die kleinen Künstler entschieden sich zum Beispiel, Tische, Bänke und Bäume auf dem Schulhof hinter Plastik verschwinden zu lassen. Ein Ergebnis der Projektwoche unter dem Motto "KkK - Kinder können Kunst". Sechs Tage lang glich die Grundschule einer großen Künstlerwerkstatt. Beim Schulfest wurden die zahlreichen Arbeiten, die in 24 Gruppen entstanden, Besuchern präsentiert.

Auch Bürgermeisterin Wally Feiden bewunderte in der "Schul-Galerie" die Werke und schaute die Modenschau der Kleinen an, bei der Enkelin Joelle mitmachte und in einem Müllsack-Kleid steckte: Aus Wegwerfartikeln hatten die Schüler Kleidung kreiert. Auch das Schattenspiel "Swimmy" und ein Theaterstück mit Musik über Malwida, die Königin der Farben, wurden aufgeführt.

Nicht nur das Lehrerkollegium hatte mit den 284 Schülern gearbeitet, auch Eltern unterstützten die Aktion. Eine Mutter stickte mit den Kindern. Ein Großvater baute mit Lars, Leo, Florian, Kasper, Keanu, Tom, Marco, Marie, Jasmin, Henia und René Puppen in Lebensgröße. Dafür vermaßen sie ihre Arme und Beine. Zeitungen dienten als Füllstoff beim Ankleiden der Puppen.

Aus Pappmaché formten die Kinder Gesichter und setzten ihren "Menschen" Perücken oder Kappen auf. Auch ein Fußballer im Shirt der Theodor-Weinz-Schule war dabei. Beim Streifzug durch die Schule waren auch bunte Rizzi-Häuser zu entdecken, Masken aus Gips, Mandalas, Freundschaftsbändchen, Hundertwasser-Spiegel oder sogar eine ganze Stadt.

Eine Gruppe hatte den Künstler Giovanni Vetere in Eitorf besucht, um dann wie er zu malen. Beim Schulfest fertigten die Kinder mit Künstler Olaf Menke aus Ton "Tiere aus dem Zirkus". Sein Sohn Lars besucht die erste Klasse und formte einen Elefanten.

Tochter Lotta als angehendes Schulkind hatte sich für einen Drachen entschieden, ihre Freundin Angelina für eine Schlange. Viele i-Dötzchen nutzten das Fest, um ihre künftige Schule kennenzulernen. Eltern bestückten die Cafeteria und die Salatbar und halfen bei der Bewirtung.