Kuratorium des Fördervereins "De Räuber": Benefizkonzert im Kursaal zugunsten der Benediktinerabtei Maria Laach

Kuratorium des Fördervereins "De Räuber" : Benefizkonzert im Kursaal zugunsten der Benediktinerabtei Maria Laach

Musik für Maria Laach. Und diesmal spielen im Kursaal "De Räuber" für den guten Zweck. Das Kuratorium des Fördervereins "Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach" führt am Samstag, 15. Juni, 19 Uhr, in Bad Honnef das zehnte Benefizkonzert zugunsten der Abtei am Laacher See durch.

Karten zu 25 Euro sind in allen GA-Geschäftsstellen zu haben. Die Schirmherrschaft hat GA-Chefredakteur Andreas Tyrock übernommen, der gerade durch Abt Benedikt Müntnich in das Kuratorium berufen wurde. Mit Staatssekretär a.D. Manfred Speck, Kuratoriumsmitglied und Erfinder dieser Veranstaltungsreihe, sprach Roswitha Oschmann.

Nach Klassik oder Big-Band-Sound in den Vorjahren haben Sie diesmal die kölsche Kultband "De Räuber" engagiert ...
Manfred Speck: Diese Gruppe stellt unser Geschenk zum Jubiläum an die Bad Honnefer dar. Es ist unser zehntes Benefizkonzert für Jung und Alt. Wir hoffen, dass der Kursaal bis unters Dach voll ist.

Bei "Wunderbar", "Solang de Butz noch hält" oder "He am Rhing" und all den anderen "Räuber"-Hits hält es die Fans ja kaum auf den Plätzen. Wie soll das gehen?
Speck: Wir werden vor der Bühne genügend Sitzplätze haben und dahinter Biertische. Die Besucher können dort stehen oder auch tanzen. Übrigens kosten die Karten wie bisher 25 Euro.

Wie viel Geld haben Sie bisher für die Abtei aufgebracht?
Speck: In den zehn Jahren haben wir 20 000 Euro eingespielt und damit mehrere Projekte unterstützt. Jetzt ist die Renovierung der Klosterbibliothek dran. 260 000 Bücher lagern in Kisten in Kellern, weil der Platz in der Bibliothek nicht ausreicht. Derzeit werden die Ochsenställe der Jesuiten renoviert. Wenn im Sommer die Arbeiten abgeschlossen sind, sollen dort diese Bücher, die sonst verkommen würden, untergebracht werden. Danach beginnt die Renovierung der ehemaligen Jesuitenbibliothek. Und anschließend die Restaurierung der Sakristei. Seit der Gründung des Förderkreises am 22. März 2004 hat er diese Maßnahmen mit 2,298 Millionen Euro unterstützt.

Wie sind Sie selbst ein "Maria Laacher" geworden?
Speck: Mein Vater pflegte eine enge Freundschaft zu einem Benediktinermönch in Maria Laach. Meine Familie hat diese Verbindung bis heute aufrechterhalten. Und durch Helmut Kohl, der eine sehr persönliche Beziehung zur Abtei hat, seit er mit 18 eine Radtour von Oggersheim nach Maria Laach unternahm. Vor zwei Jahren hat er in meiner Begleitung seiner Frau Maike die Abtei gezeigt. Auch der Ex-Bundeskanzler setzt sich dafür ein, dass Maria Laach mit dem umliegenden Vulkangebiet Weltkulturerbe wird.

Wie weit ist das Anerkennungsverfahren gediehen, das Sie mit Friedhelm Ost initiiert haben?
Speck: Das liegt jetzt bei der Kultusministerkonferenz. Die Bundesländer benennen ihre Favoriten, die dann an die Unesco weitergeleitet werden. Das nimmt sicher noch einige Jahre in Anspruch. Aber im politischen Raum ist das Anliegen quer durch die Fraktionen unstrittig. Es macht Friedhelm Ost und mich stolz, weil wir es hinbekommen haben, dass es auf der Tagesordnung steht.

Wie viel Mitglieder hat der Förderkreis?
Speck: 1558 aus ganz Deutschland, Tendenz steigend. Allein 22 Mitglieder kommen aus dem Siebengebirgsraum. Stefan Vesper aus Bad Honnef, der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, gehört auch zum Kuratorium.

Zur Person
Staatssekretär a.D. Manfred Speck (67) war unter anderem enger Mitarbeiter von Bundeskanzler Helmut Kohl. Jetzt berät er Bad Honnefer IT-Unternehmen. Speck gründete den Freundeskreis der Abtei Maria Laach mit und ist Mitglied des Kuratoriums. In Bad Honnef engagiert er sich im Aalkönigskomitee. Zudem ist er in Stiftungen aktiv; so ist Speck etwa Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf.

Die Abtei
Das Kloster Maria Laach wurde 1093 durch Pfalzgraf Heinrich II. gegründet; 1112 bestätigte Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt die Stiftung und übergab sie der Abtei Affligem in Brabant zur Besiedelung. Das klösterliche Leben endete durch die Säkularisierung 1802. Bei einem Brand 1855 wurden die Abteigebäude weitgehend zerstört. 1892 erfolgte die Wiederbesiedelung durch Benediktinermönche aus der Erzabtei Beuron.