Rhöndorfer Waldfriedhof: Eine Lücke im Verb

Rhöndorfer Waldfriedhof : Eine Lücke im Verb

Besucher des Rhöndorfer Waldfriedhofes, auf dem auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer begraben ist, sehen sich seit einiger Zeit mit einer seltsamen Aufforderung konfrontiert, wenn sie das Gelände verlassen.

"Bitte Tor schiessen" steht da in weißen Lettern auf der grün angestrichenen Pforte. Jetzt ist es ja nicht so, dass alle Friedhofsbesucher Fußballmannschaften angehören. Im Gegenteil: Die meisten von ihnen werden wohl nie die Möglichkeit erhalten, im Strafraum das gegnerische Tor anzuvisieren.

Es spricht also viel für die Vermutung, dass die Aufforderung zum Toreschießen nicht von der Bad Honnefer Friedhofsverwaltung stammt. Deren Ansinnen war es lediglich, dass das Tor ordnungsgemäß geschlossen bleibt. Derjenige aber, der den Buchstaben "l" heimtückisch - womöglich im Schutze der Dunkelheit - weggekratzt hat, wird sein Geheimnis wohl mit ins Grab nehmen.