Diskothek in Bad Honnef: Aus der Rheinsubstanz wird der Voice Club

Diskothek in Bad Honnef : Aus der Rheinsubstanz wird der Voice Club

Neuer Pächter, neues Konzept und neuer Name: Aus der Honnefer Diskothek Rheinsubstanz ist der Voice Club geworden. Die neuen Pächter und Veranstalter haben dazu einiges verändert - auch aufgrund der Vergangenheit des Ladens.

In die Honnefer Diskolandschaft ist wieder Leben eingekehrt: Ein neuer Pächter hat die ehemalige Rheinsubstanz übernommen und zusammen mit Veranstalter Stefano Hein ein neues Konzept erarbeitet. „Es ist keine reine Diskothek“, meint Hein. Neben regelmäßigen Partys für bis zu 1200 Gäste besteht auch die Möglichkeit, die Location für Versammlungen, Firmenfeiern oder auch Hochzeitsfeiern zu buchen. Es gebe auch schon einige Anfragen, verrät Hein.

Anfang April war das „Grand Opening“, bereits seit Weihnachten und Silvester finden Veranstaltungen statt. Mit einem „abwechslungsreichen“ Programm vom Schlagerabend über die Fox-Nacht mit Hits der 80er, 90er und 2000er Jahre bis zu Ü 30- und Oberstufenpartys sowie Balkanabenden versuchen Hein und Pächter Georgios Lazaridis, ein (auch altersmäßig) gemischtes Publikum nach Bad Honnef zu locken. „Wir sind noch ein bisschen in der Testphase“, gibt Hein zu und fügt an: „Jeder Anfang ist schwer.“

Probleme in der Vergangenheit wirken nach

Dass dies vor allem für den „Voice Club“ gilt, wie die Diskothek nun heißt, liegt für Hein auch in der Vergangenheit der Rheinsubstanz. Probleme mit dem Sicherheitsdienst und den Türstehern sorgten für negative Schlagzeilen, dazu kommt der bis heute ungeklärte Todesfall von Jens Bleck, der 2013 nach einem Besuch in der Rheinsubstanz starb und dessen Leiche rund zwei Wochen später im Rhein entdeckt wurde. Diese Vorgeschichten seien lauf Veranstalter auch der Grund für den Namenswechsel.

Der alte hatte einen „faden Beigeschmack“, findet er. Die Idee für den neuen Namen hatte Lazaridis, der den Club zusammen mit seinem Bruder Michael gepachtet hat, nach eigenen Angaben durch einen Kumpel aus Athen. Dieser habe in der griechischen Hauptstadt einen Club mit dem ähnlichen Namen „Voice Stage“, erzählt er. Der würde auch für das Objekt in Honnef passen, befand er und machte aus der „Voice Stage“ kurzerhand den „Voice Club“. Doch nicht nur ein neuer Name soll das Image des Clubs mit der „idealen und optimalen“ Lage verbessern.

„Die Leute müssen uns vertrauen“, weiß Hein, der anfügt: „Durch die Vorgeschichte ist das sehr schwer.“ Für neues Vertrauen soll daher auch neues Personal an der Eingangstür sorgen: Ein neuer Sicherheitsdienst wurde engagiert. „Bisher gab es keine besonderen Vorkommnisse und keine Zwischenfälle“, bilanziert der 26-Jährige.

Neuer Anstrich und neue Ausstattung

Für das neue Konzept wurde auch das Innenleben des Clubs verändert. Die Wände wurden, passend zum neuen Logo, „von grau auf dunkelrot“ gestrichen. Zudem sei „sehr viel Inventar dazugekommen“, berichtet der neue Pächter. Neben einer neuen Licht- und einer zusätzlichen Musikanlage stehen bei Bedarf auch 300 Sitzplätze zur Verfügung. Zudem gehört die Absenkung in der Mitte des großen Raumes der Vergangenheit an, die gesamte Fläche ist jetzt eben. So könne, wie geplant, jegliche Form von Veranstaltung angeboten werden. „Wir wollen so alles abdecken, was der Kunde wünscht“, begründet Lazaridis den Schritt.

Eine erste gemischte, aber hoffnungsvolle Bilanz über die ersten Wochen hat der Pächter auch bereits gezogen. „Wir fahren mit 50 Prozent“, verkündet er, um direkt anzufügen: „Aber es wird besser.“ Positiv heben die beiden Männer die Samstage hervor, die „schon relativ gut“ laufen. Zeit, dass aus dem „Voice Club“ ein „etablierter Club“ wird, wie Lazaridis hofft, haben sie: Der neue Pachtvertrag läuft über fünf Jahre, dazu gebe es die Option für weitere fünf Jahre, erklärt der Pächter.

Eine Übersicht über die Veranstaltungen gibt es im Internet auf facebook.com/VoiceClubBadHonnef

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