Rhein in Flammen im Siebengebirge: Flower Power auf Grafenwerth

Rhein in Flammen im Siebengebirge : Flower Power auf Grafenwerth

Zwei Tage gibt es zu Rhein in Flammen wieder ein volles Programm auf der Insel Grafenwerth: Zum Auftakt am Freitagabend gibt es jede Menge kölsche Musik, Flower Power heißt das Motto am Samstag.

Die Insel Grafenwerth zeigt am Wochenende wieder ihre Qualitäten als Open-Air-Partyort: Im Rahmen von „Rhein in Flammen“ findet am Freitag und Samstag, 5. und 6. Mai, das Inselfest statt – nach dem Prinzip „Umsonst und draußen“, wie Sandro Heinemann von RheinEvents ankündigt. Die Agentur aus Bonn hatte, wie berichtet, den Zuschlag von der Stadt Bad Honnef für die Organisation erhalten, nachdem diese das Inselfest ausgeschrieben hatte. Der vormalige Veranstalter hatte aus finanziellen Gründen das Handtuch geworfen.

Bürgermeister Otto Neuhoff freut sich auf „ein attraktives Programm“ der 31. Ausgabe der Veranstaltung, die am Freitag um 18 Uhr auf der großen Festwiese der Insel beginnt. Der Tag gehöre ganz der „kölschen Fraktion“, fasst Heinemann zusammen. Im Einzelnen sieht das so aus: Radio Bonn/Rhein-Sieg-Moderator und DJ Nico Jansen führt musikalisch durch den Abend.

Dazu gibt es zwei weitere Auftritte: Ab 18.20 Uhr steht zunächst der Kölner Musiker Björn Heuser auf der Bühne. Der Sänger ist bekannt durch seine Mitsingkonzerte im Kölner Brauhaus Gaffel, er schrieb Lieder unter anderem für Brings, die Bläck Fööss und die Paveier. Ab 20 Uhr spielt dann die kölsche Band „De Räuber“, die mit Liedern wie „Dat es Heimat“ oder „Eijentlich“ bekannt wurde.

Doch nicht nur Musik wird auf Grafenwerth geboten. „'Rhein in Flammen' ist einfach ein Familienfest“, stellt Heinemann fest. Daher wird es auch wieder eine „Mini-Kirmes“ mit Fahrgeschäften und Kinderattraktionen geben. Auf der Festwiese stehen zudem, wie in den Jahren zuvor, Getränke- und Imbissbuden.

Die Veranstaltung finanziere sich vor allem über die Umsätze an den Ständen, erklärt Heinemann. „Wir sind guter Dinge“, ist der Veranstalter in diesem Punkt jedoch optimistisch, dass sich das zweitägige Event für die Bonner Agentur rechnet. Auf einen anderen Punkt, der für den Erfolg des Inselfestes elementar ist, hat er allerdings keinen Einfluss: „Das Wetterrisiko ist immer da.“

Fünf Jahre läuft der Vertrag zwischen RheinEvents und der Stadt Bad Honnef. Doch selbst wenn das Wetter mal nicht mitmachen sollte, ist Neuhoff „zuversichtlich, dass sich das im Schnitt über die Jahre lohnen wird“.

Diesmal könnten Veranstalter, Stadt und Besucher Glück haben: Nach einer sehr wechselhaften und eher kühlen Woche scheint das Barometer gerade rechtzeitig zu steigen. Am Freitag wird es der Vorhersage zufolge zwar noch nicht wärmer als 14 Grad, aber: Trotz wolkenverhangenen Himmels soll es trocken bleiben. Deutlich schöner sieht es dann für Samstag aus: Dank Sonnenschein steigen die Temperaturen auf um die 20 Grad, erst am Abend können Wolken aufziehen.

Der zweite Tag des Festes steht dann ganz unter dem „Rhein in Flammen“-Motto „Flower Power“. Da passen die Eigeninterpretationen von rockigen Ohrwürmern aus den 70ern bis heute, die die Coverband „Midnight Recovery“ ab 15 Uhr spielen wird. Das Bühnenprogramm wird zuvor um 14 Uhr offiziell eröffnet.

Etwas härter wird es im Laufe des Nachmittags und Abends mit den Formationen „The Saltshakers“ und „Part of the Crowd“, unterbrochen von der heimischen Band „Bäd Honnef“ mit Bürgermeister Otto Neuhoff. Headliner sind in diesem Jahr „Handmade“. Die sechs Musiker der Oldie-Coverband werden ab 21 Uhr Hits der vergangenen vier Jahrzehnte performen. „Es sind alles Bands aus der Region“, betont Heinemann.

Höhepunkt ist das große Feuerwerk gegen 22.20 Uhr. Bis Mitternacht dauert an beiden Tagen das Programm auf der Insel. Doch auch danach muss nicht Schluss sein: Im Voice Club, der ehemaligen Rheinsubstanz am Bad Honnefer Rheinufer, findet an beiden Abenden eine After-Show-Party statt. Auch in diesem Jahr gibt es beim Inselfest ein Glasverbot: Flaschen und andere Behälter aus Glas haben auf der großen Festwiese nichts zu suchen.

Extra kontrolliert werde das nicht, schließlich gebe es keine Eingänge. Doch ein Sicherheitsdienst und das Ordnungsamt behielten das Gelände im Auge, kündigen Stadt und Veranstalter an. Neuhoff appelliert daher an die Besucher, das Verbot einzuhalten. Dann steht einer ausgelassenen Feier nichts mehr im Weg.

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