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Ehrenamt in Bad Honnef: Sie hat die Anfänge der Honnefer Tafel erlebt

Ehrenamt in Bad Honnef : Sie hat die Anfänge der Honnefer Tafel erlebt

Dagmar Neugebauer hat seit der Gründung der Lebensmittelausgabe für Bedürftige in Bad Honnef ehrenamtlich geholfen. Nun hört sie auf. Mittlerweile versorgt die Tafel der Arbeiterwohlfahrt 436 Menschen.

Sie war bereits am Tag eins der Bad Honnefer Tafel dabei. Nach acht Jahren und vier Monaten ehrenamtlicher Tätigkeit in der Ausgabestelle für Lebensmittel an Bedürftige, deren Trägerin die Arbeiterwohlfahrt ist, wurde Dagmar Neugebauer verabschiedet. Die stellvertretende Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Kornelia Ebert, dankte ihr mit einem Blumenstrauß und einer Fotocollage und würdigte das Engagement der rührigen Mitstreiterin. Neugebauer zählte zum Leitungsteam der Bad Honnefer Tafel, ebenso wie die Awo-Ortsvereinschefin Rosemarie Schopp.

„Sie haben viel Zeit und Herzblut in diese Arbeit gesteckt“, sagte Ebert. „Jetzt können Sie das Leben genießen ohne den Dauereinsatz.“ Dagmar Neugebauer gehörte zu denen, die bereits am ersten Ausgabetag der Honnefer Tafel, dem 8. Dezember 2008, Lebensmittel verteilten. Damals war sie eine von 40 Ehrenamtlichen, die sich auf den ersten Aufruf in der Presse meldeten, um bei der Honnefer Tafel mitzuhelfen. Ebert: „Für eine so kleine Stadt wie Bad Honnef ist das eine beachtliche Zahl.“

Viele von ihnen hätten als Senioren eine sinnvolle Beschäftigung zum Wohle der Allgemeinheit gesucht. „Diese Tätigkeit macht zufrieden und hält fit“, meinte Kornelia Ebert. Ein Team hole die Waren ab, ein zweites sortiere und ein drittes stehe dann montags zur Ausgabe an die Hilfeempfänger in der Tafel bereit.

In Spitzenzeiten versorgte die Tafel 145 Haushalte

Dass diese Aufgabe immer umfangreicher wurde, zeigte der Blick der Vizevorsitzenden der Kreis-Awo auf die Statistik. „Derzeit werden jeden Montag bis zu 95 Haushalte versorgt. 195 Berechtigungsausweise für 436 Personen, davon 140 Kinder, existieren aktuell. 43 Ehrenamtliche stehen zur Verfügung, davon helfen elf beim Transport.“ 70 Haushalte waren es 2013, 78 im Jahr 2014. 2015 lag der Durchschnittswert schon bei 100 Haushalten; es gab aber auch Spitzenzeiten mit 145 Haushalten. Für das Jahr 2016 nannte Ebert ähnliche Zahlen.

„Mit großem Engagement hat Dagmar Neugebauer nicht nur organisatorische Aufgaben erledigt und immer wieder Spenden beschafft, sondern auch Kontakte zu Schulen und Kindergärten aufgebaut“, so Ebert. So konnten mehr als 300 gespendete Weihnachtspakete an die Tafelempfänger verteilt werden. Dagmar Neugebauer dankte bei der Verabschiedung allen Bad Honnefern, die mit vielen Sach- und Geldspenden die Arbeit der Tafel gefördert haben, den Mitarbeitern sowie ihrer Familie und ihrem Mann Alfred, die sie bei ihrer Tätigkeit intensiv unterstützt hätten. Dem Team sagte sie bei der kleinen Feierstunde im Awo-Buchcafé: „Viel Erfolg weiterhin. Mir war diese Aufgabe außerordentlich wichtig.“