Fußmarsch statt Kickoff

Fußmarsch statt Kickoff

So gesehen

Scooter, Kickboard, Tretroller, City-Roller - die mit Schwung- und Standbein zu betätigenden Gefährte nehmen rasant zu. Da hat man als "normaler" Fußgänger morgens um halb acht kaum noch eine Chance.

"Don't walk, just kick" heißt die Devise auch bei den Kindern, die allmorgendlich zur Schule düsen. Ohne die von Verkehrsexperten empfohlene Klingel. Und auch ohne die empfohlene Sicherheitskleidung.

Da rasen sie vorbei, weichen auf die Straße aus, ohne nach links, rechts, vorne oder hinten zu schauen. Manchmal gibt es Kollisionen mit dem wackeren Fußvolk. Bordsteine werden auf halsbrecherische Weise genommen. Die Note Sechs vergab die Hamburger Unfallkasse im vergangenen Jahr an "Kickboards auf dem Schulweg".

Wenn die kleinen Räder in einer Rille stecken bleiben, bremst das Gefährt so abrupt, dass sich ein Sturz über den Lenker kaum vermeiden lässt. Außerdem: Der "altmodische" Fußmarsch zur Schule tut gerade in der heutigen bewegungsarmen Zeit not und auch gut.

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