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Ausbildungsplätze im Kreis Ahrweiler: Nicht alle Azubi-Plätze sind besetzt

Ausbildungsmarkt : Nicht alle Azubi-Plätze im Kreis Ahrweiler besetzt

Die IHK hat Ausbildungszahlen für den Kreis Ahrweiler veröffentlicht. Demnach erfreuen sich Berufe im Bereich von E-Commerce wachsender Beliebtheit. Wenig Interesse scheinen junge Leute hingegen an einer Lehre in Hotel- und Gastronomie zu haben.

5353 Lehrverträge haben die Mitgliedsbetriebe der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz im Ausbildungsjahr 2019 mit jungen Menschen abgeschlossen. Das geht aus den aktuellen Ausbildungszahlen der IHK hervor. Durch die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen hat sich die Zahl der Ausbildungsverträge seit mehreren Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau eingependelt. Da sich auch hier der mehrjährige Trend fortsetzt und nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden konnten, weist die Statistik ein leichtes Minus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

„Qualifiziertes Personal wird auf dem Arbeitsmarkt immer rarer. Und wer gute Mitarbeiter benötigt, ist gut beraten, selbst möglichst viele junge Menschen auszubilden“, kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel und ordnete ein: „Trotz eines leichten Rückgangs war 2019 mit wenigen Ausnahmen ein gutes Lehrstellenjahr für die IHK-Ausbildungsbetriebe.“

In den gewerblich-technischen Berufen der Industrie wurden fast 2000 Verträge abgeschlossen, ein Plus von etwa 1,8 Prozent. Fast 1600 Ausbildungsverträge davon wurden allein in den industriellen Metall- und Elektroberufen abgeschlossen. Das unterstreicht die hohe Bedeutung des produzierenden Gewerbes als Arbeitgeber in der Region. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den kaufmännischen Berufen ging um etwa drei Prozent auf knapp 3400 Ausbildungsverträge zurück. Zunehmend ist die Nachfrage nach dem neuen Berufsbild Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce. Von diesem zukunftsorientierten neuen Berufsbild erhofft sich die IHK weitere Zuwachszahlen.

„Bedauerlich ist, dass die Nachfrage nach den Berufen im Hotel- und Gaststättengewerbe weiter rückläufig ist. Wir wollen durch unser Projekt HOGA NEXT und die Auszeichnung ‚Hervorragende Ausbildungsbetriebe‘ für die Attraktivität der Ausbildung in der Branche werben und die Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden unterstützen“, so Rössel, der zuversichtlich ist, dass die Unternehmen im laufenden Jahr alles daransetzen werden, die hohe Ausbildungsleistung des Jahres 2019 wieder zu erreichen.

Denn nahezu alle Umfragen aus jüngerer Zeit zeigen, dass die Firmen im fehlenden Personal ein Hauptrisiko ihrer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sehen. „Unsere Mitgliedsunternehmen sind sehr gut aufgestellt und bieten den Schulabgängern eine breite Palette an attraktiven und hochwertigen Ausbildungs- und Karrierechancen. Spätestens mit der Einführung der neuen Abschlussbezeichnungen Bachelor Professional und Master Professional wird deutlich, dass eine duale Berufsausbildung eine dem Studium gleichwertige Alternative darstellt“, so Rössel.