Mobiles Zahlen bei Vapiano geplant: Umsatzrückgang nach Skandalen

Mobiles Zahlen bei Vapiano geplant : Umsatzrückgang nach Skandalen

Die Ereignisse im letzten Jahr sind nicht spurlos an der Bonner Pasta-Kette vorbeigegangen. Doch jetzt blickt Vapiano-Chef Jochen Halfmann nach vorne. In Zukunft sollen Innovationen im Mittelpunkt stehen.

Als Folge mehrerer Skandale musste die Pasta-Kette Vapiano im letzten halben Jahr in Deutschland einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich hinnehmen. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Jochen Halfmann (51) in einem Gespräch mit dem General-Anzeiger mit. Doch jetzt sei er im Modus nach vorne. Auf Negativschlagzeilen sollen Innovationen und Neuerungen folgen.

Ab Juli gibt es nicht nur eine komplett neue Speisekarte, in der alle Gerichte auch glutenfrei angeboten werden. Seit Mai gibt es bereits in einigen Städten einen Lieferservice. Der soll bis Ende des Jahres noch ausgebaut werden. Vapiano will mit der Zeit gehen, moderner werden. „Die Tiefe und Breite an Innovationen hatte an Fahrt verloren“, erklärt Halfmann. Ab Herbst dieses Jahres ist es dann auch in allen Restaurants möglich mit dem Smartphone zu zahlen. An allen Terminals muss nur noch das Handy angehalten werden. Die Rechnung gibts dann per Kreditkarte.

Halfmann, der den Chefposten im vergangenen September übernommen hatte, plant zudem Online-Bestellterminals und eine Bedienung am Tisch. Damit sollen die häufig kritisierten langen Wartezeiten verkürzt werden. Derzeit liefen bereits Tests.

Im vergangenen Jahr hagelte es Kritik für die Bonner Pasta-Kette. Es stand der Vorwurf im Raum, dass abgelaufene Lebensmittel verkauft wurden. Dazu verkaufte das Unternehmen die günstigeren Garnelen als teure Scampi.

Bis 2020 will Halfmann die Zahl der Restaurants mehr als verdoppeln, von derzeit 176 weltweit auf 400. „In diesem Jahr eröffnen wir 34 neue Standorte.“ 70 Restaurants gibt es in Deutschland. In Puncto Umsatz will Halfmann ebenfalls Gas geben: Das Ziel 2016 lautet eine halbe Milliarde Euro nach 430 Millionen im letzten Jahr.

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