Stabile Mieten und leicht steigende Kaufpreise

Stabile Mieten und leicht steigende Kaufpreise

Bezirksverband des Rings Deutscher Makler präsentiert jüngste Erhebungen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis - Bonn, Siegburg und Bad Honnef gefragt

Bonn. Weitgehend stabile Mieten, überwiegend leicht rückläufige Preise für Eigentumswohnungen, konstante bis steigende Preise für Häuser und Grundstücke. Das sind die wesentlichen Eckdaten des Marktes für Wohnimmobilien in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, den am Donnerstag der Bezirksverband des Rings Deutscher Makler (RDM) in Bonn vorstellte.

Nach wie vor gilt auch für die Region: Die Lage entscheidet letztlich über den Preis. Dies gilt sowohl für die Lage innerhalb einer Stadt als auch für die infrastrukturelle Anbindung der einzelnen Kommunen. Während vor allem Städte und Gemeinden im östlichen Rhein-Sieg-Kreis - allen voran Eitorf - mit bis zu 20 Prozent zum Teil deutliche Rückgänge bei den Immobilienpreisen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, erfreuen sich laut RDM Bonn, Siegburg und auch Bad Honnef offenbar nach wie vor steigender Beliebtheit.

"Bonn hat den Regierungsumzug gut verkraftet. Die Preise für gebrauchte, frei stehende Eigenheime sind um fünf Prozent gestiegen", stellt Makler Michael Conrad fest. In begehrten Lagen, wie etwa in der Südstadt oder zum Teil auch in unmittelbarer Rheinnähe müssten im Durchschnitt 700 000 Euro hingeblättert werden. Mit plus drei Prozent weniger stark fällt der Preisanstieg bei gebrauchten Reihenhäusern aus, die in mittleren Lagen für etwa 200 000 Euro den Besitzer wechseln.

Grundstücke kosten in guten Lagen vier Prozent mehr als noch vor einem Jahr, in mittleren und sehr guten Lagen beobachteten die Makler keine wesentliche Veränderung. Als Gründe für die Preissteigerungen führt Conrad die gestiegene Nachfrage durch den erheblichen Bevölkerungszuwachs an. In den vergangenen zehn Jahren sei die Einwohnerzahl Bonns um 15 000 auf derzeit rund 310 000 angestiegen. Gleichzeitig habe die Zahl der Arbeitsplätze um rund 21 500 zugenommen. Darüber hinaus haben die Makler eine Veränderung der Kundenstruktur bemerkt. Conrad: "Junge Führungskräfte in den Unternehmen sind eher bereit, Eigentum zu erwerben und hätten dazu auch eher die finanziellen Möglichkeiten als die Bediensteten des Bundes." Die Wohnungsmieten sind mit 7,16 Euro je Quadratmeter in mittleren und 7,67 Euro in guten Lagen unverändert.

"Siegburg wird vom ICE-Anschluss stark profitieren". Das zumindest glaubt Makler Hubert Klüser. Durch die Schnellbahnverbindung nach Köln und Frankfurt werde die Kreisstadt als Firmensitz und Wohnort für deren Mitarbeiter gleichermaßen interessant. Des Verkäufers Freud ist des Käufers Leid: Der flächenmäßig kleinsten Kommune des Rhein-Sieg-Kreises mangelt es an Baugrund, so dass die Grundstückspreise seit Jahren klettern - je nach Lage zwischen ein und vier Prozent. Die Preise für frei stehende Eigenheime und Reihenhäuser sind stabil. "In guter Lage kostet ein frei stehendes Wohnhaus etwa 358 000 Euro, ein Reihenhaus 225 000 Euro. Auch wenn Klüser bei potenziellen Käufern angesichts des wirtschaftlichen Umfelds "eine deutliche Zurückhaltung" ausgemacht hat, bleibt die Kreisstadt attraktiv. Vor allem ältere Menschen aus umliegenden Städten und Gemeinden interessierten sich zunehmend für eine Eigentumswohnung in Lage. Die Mieten liegen zwischen 4,10 und 5,20 Euro je Quadratmeter bei gebrauchten Immobilien und 6,70 bis 7,70 Euro im Neubau-Erstbezug.

Stabilität bei den Preisen für Eigenheime registriert auch Makler Hartmut Schneider für Bad Honnef. Während Königswinter an Attraktivität verloren habe, stehe Bad Honnef vor allem bei jungen Familien hoch im Kurs. Häuser kosten nahezu unverändert zum Vorjahr zwischen 245 000 und 510 000 Euro (frei stehend) und zwischen 170 000 und 230 000 Euro (Reihenhäuser). Wohnungen sind zwischen 1 550 und 2 550 Euro je Quadratmeter zu haben. Die Mieten liegen zwischen 4,60 und 5,60 Euro bei gebrauchten Wohnungen und 6,40 und 6,80 Euro im Neubau-Erstbezug.

Informationen gibt es bei den Immobilien-Tagen von Freitag an bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Münsterplatz.

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