Kommentar zur Einigung für die Paketzusteller: Sinnvolle Lösung

Kommentar zur Einigung für die Paketzusteller : Sinnvolle Lösung

Die Deutsche Post DHL Group beschäftigt alle Paketboten künftig wieder nach einem einheitlichen Tarifvertrag.

Zusteller haben einen harten Job. Bei Wind und Wetter sind sie draußen, der Zeitdruck ist hoch. Die Arbeitsbedingungen sind oft prekär. Dementsprechend wollen nicht viele Menschen Zusteller werden oder hören schnell mit ihrem Job wieder auf.

Deshalb ist es sinnvoll, dass die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi eine langfristige Lösung für die Zusteller des Unternehmens gefunden haben. Bei der Post gab es durch die zwei parallelen Systeme Probleme, weil ein Mitarbeiter der Tochtergesellschaft nicht einen Mitarbeiter der Muttergesellschaft vertreten kann, wenn dieser krank wird. Dass die gleiche Tätigkeit am gleichen Ort auf zwei verschiedene Betriebe verteilt ist, hat sich auch für die Führungsstrukturen als nicht zukunftsträchtig erwiesen. Zwar sind es keine rasanten Einkommenssteigerungen, die die Delivery-Beschäftigten am 1. Juli zu erwarten haben. Aber ihre Altersversorgung wird sich verbessern und sie bekommen ein 13. Monatsgehalt.

Bei der Post ist eine deutliche Neupositionierung zu erkennen. Während in den vergangenen Jahren immer die Höhe der Lohnkosten kritisch beobachtet wurde und überhaupt zur Gründung der Tochtergesellschaften führte, will sich Vorstandschef Frank Appel jetzt vom Niedriglohnwettbewerb abgrenzen. Das ist vernünftig, denn die Branche kämpft mit einem großen Nachwuchsmangel. Qualität in der Zustellung lässt sich nicht mit ständig wechselndem Personal aufrechterhalten.

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