Festival "Jugendchöre in Bewegung": Gesang mit Gebärdensprache

Festival "Jugendchöre in Bewegung" : Gesang mit Gebärdensprache

Für 900 junge Leute aus neun Ländern hieß es am Sonntag Abschied nehmen von Bonn. Sie alle hatten am Festival "Jugendchöre in Bewegung" teilgenommen und am Samstag bei gleich zwei Abschlusskonzerten im Beueler Brückenform das Publikum begeistert.

Ziel der "European Choral Association - Europa Cantat" (ECA) mit Sitz in Bonn ist es, mit dem Festival das Singen unter Kindern und Jugendlichen zu fördern, Freude am Gesang zu vermitteln und internationale Kontakte zwischen jungen Leuten aufzubauen.

Die weiteste Heimreise hat der Hangzhou Aiyue Tianshi Choir aus China. Seit Mittwoch vergangener Woche hatten die jungen Sänger, darunter Spanier, Italiener und Russen, in neuen Chören, den sogenannten Ateliers, neue Stücke, teilweise mit thematischen Schwerpunkten wie Musicals oder Shakespeare in Love geprobt.

Auch die Atelierleiter kamen aus verschiedenen Ländern. Die Gruppen sprachen Englisch miteinander. Teilweise begleiteten Dolmetscher die Proben. Auch die Chorleiter kamen auf ihre Kosten, denn für sie gab es spezielle Chorleiterseminare.

Bei den Abschlusskonzerte am Samstag, bei denen im Brückenforum kein Platz unbesetzt blieb, traten jeweils fünf verschiedene Gruppen auf. Ein Höhepunkt war die Premiere von "The Mock Turtle's Song". Chris Artley gewann mit dem Lied den Kompositionswettbewerb des Festivals. Geboten wurde aber auch Gesang mit Gebärdensprache.

"Es ist alles reibungslos über die Bühne gegangen", lautete das zufriedene Fazit von ECA-Büroleiterin Anna Maric. Und obwohl bei der dritten Auflage des Festivals kaum Mittel für Werbung zur Verfügung gestanden hätten, seien alle Konzerte gut besucht gewesen.

Organisiert hatte das Festival in erster Linie Marlene Maier, die ein Freiwilliges soziales Jahr bei der ECA macht. "Sie hatte natürlich auch Unterstützung vom ganzen Büro, aber sie hat fast alles alleine organisiert, Kontakt zu den einzelnen Chören gehalten und die Räume gebucht", lobt Maric die Arbeit von Maier.