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Busbahnhof (ZOB) in Bonn: Kommentar zur unübersichtlichen Lage nach dem Umbau

Kommentar zum Busbahnhof : Eine Zumutung

Der Umbau des Busbahnhofs ist schon seit Jahrzehnten in der Diskussion. Die Lage ist oft unübersichtlich, ein Handeln dringend nötig, meint unser Autor.

Was lange währt, wird endlich gut? Bei den Neubauten, die nach jahrzehntelanger Debatte anstelle der früheren Südüberbauung und des Bonner Lochs vis à vis dem Hauptbahnhof errichtet wurden, scheiden sich ob der Architektur und Größe zwar die Geister. Aber immerhin sind dort langgehegte Pläne endlich umgesetzt worden. Anders sieht die Lage am Zentralen Busbahnhof in der Bonner City  aus: Auch dort diskutieren Stadtgesellschaft und Politik seit mehr als 40 Jahren über einen neuen Busbahnhof beziehungsweise über dessen Umgestaltung. Vorschläge und Planungsvarianten gab es schon viele. Wann dort allerdings etwas passiert, das steht nach wie vor in den Sternen.

Denn jetzt muss zunächst einmal die neue Verkehrsführung auf dem Cityring getestet werden, bis die Varianten X und Y für einen neuen ZOB geprüft werden können. Sätze, die man seit Jahrzehnten aus dem Stadthaus hört, wenn man nach dem aktuellen Stand der Um- und Neubaupläne für den ZOB fragt. Kleine Kostprobe gefällig? Vor mehr als 20 Jahren zum Beispiel, als die Pläne für den ZOB-Umbau als beinahe spruchreif galten, hieß es plötzlich, man müsse die Optimierung des Buslinienkonzeptes im Mai 1998 abwarten.

Dabei kann der Busbahnhof so, wie er ist, eigentlich nicht bleiben – da sind sich immerhin alle einig. Allein schon optisch ist der ZOB eine Zumutung. Und für die Nutzer unübersichtlich und mit Gefahren verbunden. Die Fahrgäste müssen nicht nur mit viel zu schmalen Wartebereichen vorlieb nehmen, sondern stehen zum Teil auch im Regen. Wer sich nicht gut auskennt wie die Stammkunden, der hat zudem große Probleme, den für ihn in Frage kommenden Haltepunkt zu finden. Und barrierefrei ist der ZOB  an vielen Stellen ohnehin nicht.

Ein Umbau des Zentralen Busbahnhofs ist also unbedingt nötig. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.