Pützchens Markt 2019: 300.000 Besucher weniger als im Vorjahr

Kirmes in Bonn-Beuel : Wohl 300.000 Besucher weniger bei Pützchens Markt

Der regnerische Sonntag sorgte für einen eher ruhigen Tag bei Pützchens Markt in Bonn-Beuel. Auch Polizei und Ordnungsamt hatten vergleichsweise wenig zu tun. Drei Platzverweise mussten jedoch ausgesprochen werden.

Der Familientag bei Pützchens Markt ist für viele Familien buchstäblich ins Wasser gefallen. Das Wetter machte den Schaustellern einen Strich durch die Rechnung. Einen ruhigen Tag hatten dadurch jedoch Polizei und Ordnungskräfte am Sonntag auf Pützchens Markt, weil viele Besucher bei dem Regen zu Hause geblieben sind. Oder aber die Kirmes früher wieder verlassen haben. „Um 22 Uhr war es so leer, dass ich Kräfte entlassen konnte“, bilanzierte am Montag Einsatzleiter Gerd Peter, Leiter der Wache Ramersdorf. Dennoch wurden drei Platzverweise erteilt, und eine Person musste sogar die Nacht im Gewahrsam verbringen. Am Samstag sei eine Polizeibeamtin leicht verletzt worden, konnte aber den Dienst fortsetzen, berichtete er. Außerdem waren am Sonntag drei Kinder kurzzeitig verloren gegangen.

Dem Wetter geschuldet war es auch, dass Marktleiter Harald Borchert die Besucherzahlen nach unten korrigierte. „Weil die weiteren Tage trocken bleiben sollen, werden wir aber am Ende wohl doch wieder auf 1,1 Millionen Besucher kommen“, sagte er. Das wären dann 300.000 weniger als im Vorjahr. Am Vortag hatte Borchert die Besucher zur "Halbzeit" von Pützchens Markt noch auf rund 580.000 geschätzt.

Zum Feuerwerk am Dienstag um 22 Uhr wird noch einmal mit einem Ansturm gerechnet. Auch die Feuerwehr hatte einen ruhigen Kirmessonntag und musste nur sieben Mal eingreifen, erklärte Jürgen Eck den Journalisten. Drei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Auch bei den Bussen der Stadtwerke machte sich die Wetterfront mit weniger Fahrgästen bemerkbar, so Sprecher Michael Henseler. „Die Spitze trat bei uns auf, als am Nachmittag der Regen begann.“ Dementsprechend habe der Rückreiseverkehr früher eingesetzt. Und viele Leute sind dann nicht gelaufen, sondern haben den Bus genommen.“

Keine Probleme hatte die Lebensmittelkontrolle. Betriebsschließungen waren nicht nötig, 81 von 138 Ständen waren nicht zu beanstanden. Es gab nur kleinere Mängel.

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