Bürger können sich übers Internet beteiligen: Viktoriakarree: Jetzt wird die Planung konkret

Bürger können sich übers Internet beteiligen : Viktoriakarree: Jetzt wird die Planung konkret

Die Bürgerwerkstatt Viktoriakarree geht ab Donnerstag mit der Planerwerkstatt in die nächste Phase. Bis Samstag, 2. September, können Bürger gemeinsam mit vier Planerteams die Vorschläge aus der Ideenwerkstatt zu konkreten Plänen entwickeln.

"Die Ideen sind das Fundament, um die Konzepte zu entwickeln", erklärte Stadtbaurat Helmut Wiesner am Dienstag. Aus Wiesners Sicht werde es darauf ankommen, "dass die Ideen umsetzbar sind und am Standort funktionieren". Bei einem solchen "Kommunikationsprozess" müsse jeder bereit sein, Kompromisse einzugehen. Der Ablauf sieht vor, dass sich an diesem Donnerstag um 18.30 Uhr die Planerteams im Kapitelsaal Sankt Remigius (Rathausgasse 7) zunächst vorstellen. Im Anschluss beginnt eine Diskussion zu den Schwerpunktthemen Arbeit/Gewerbe und Kultur/Bildung, bei denen es im Laufe der Bürgerwerkstatt zu stark unterschiedlichen Ansichten gekommen ist.

Am Freitag ab 16 Uhr tauschen sich vor dem Kapitelsaal im Kreuzgang Planer und Bürger zu ersten Skizzen und Konzepten aus. "Die Konzepte sollen im Austausch mit den Bürgern entstehen", sagte Oliver Märker von Zebralog, der die Bürgerwerkstatt für die Stadt mitorganisiert. Weiter geht's am Samstag, 2. September, von 15 bis 19 Uhr im Kapitelsaal. Die Planerteams stellen ihre Konzepte vor und feilen mit den Bürgern daran. Märker machte klar, dass es nicht darum gehe, einen Sieger zu finden. "Im Vordergrund steht, die besten Ideen für die Kommission zusammenzutragen." Am Ende werde auch kein architektonischer Entwurf stehen, sondern ein Nutzungskonzept. Auch eine Online-Beteiligung unter www.bonn-macht-mit.de ist vom 2. bis zum 6. September möglich.

Die Empfehlungskommission aus 26 Teilnehmern trifft sich am 30. September und verhandelt öffentlich. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem die Stadt, Investorin Signa, Nachbarschaftsvertreter und die Industrie- und Handelskammer. Trotz der unterschiedlichen Ansichten zwischen gar keiner Veränderung im Karree und einer Teilneubebauung zur Shopping-Mall mit Wohnungen hoffen die Organisatoren der Werkstatt auf einen Konsens in der Kommission. Das letzte Wort hat ohnehin der Stadtrat.

Teile des Viktoriakarrees wollte die Investorin ursprünglich zu einem Einkaufszentrum umbauen. Ein Bürgerbegehren stoppte diese Planung. Die Hauptinitiatoren von Viva Viktoria veranstalten am Mittwoch, 30. August, von 18 bis 20 Uhr eine Kundgebung auf der Ecke Stockenstraße/Franziskanerstraße und wollen damit vor der Werkstatt ihrem Wunsch nach einer "bürgernahen Zukunft des Viktoriaviertels" Nachdruck verleihen.

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