Brandschutz: Sicherheit kostet Geld

Brandschutz : Sicherheit kostet Geld

Et hätt noch emmer joot jejange: Wenn es einen Bereich gibt, in dem Artikel 3 des rheinischen Grundgesetzes nicht gilt, ist das der Brandschutz.

Man muss sich nicht erst an das verheerende Feuer in einem Bukarester Nachtclub im Oktober 2015 erinnern, um an dieser Stelle die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit schätzen zu lernen. Gerade in der anlaufenden Karnevalssession mit Großveranstaltungen in den Bonner Hallen ist es beruhigend zu wissen, dass Stadtverwaltung und Feuerwehr in regelmäßigen Abständen sehr genau hinschauen.

So weit, so selbstverständlich. Brandschutz in Gebäuden hat aber nicht zuletzt eine Menge mit Geld zu tun, wenn er optimal sein soll. Das gilt natürlich auch für alle kommunalen Gebäude - vom Bürohaus über die Schule bis zum Museum.

Zwar betont die amtierende Chefin des Städtischen Gebäudemanagements, dass nicht gespart werde, wenn es um Sicherheitsstandards gehe. Aber die Frage bleibt: Wie sicher ist sicher genug? Für das Opernhaus zum Beispiel liegt ein internes Brandschutzkonzept vor, das laut Generalintendanz 23,2 Millionen Euro kosten würde - auch wenn aus Sicht der Stadt und der Feuerwehr keine Gefahr im Verzug zu sein scheint.

Das ist eine gewaltige Summe, die bisher in der städtischen Haushaltsplanung nicht auftaucht. Ebenso wenig wie der Sanierungsstau kommunaler Gebäude insgesamt, der bei mindestens 500 Millionen Euro liegen soll. Auf Dauer geht nur eins: Die Stadt muss die Zahl ihrer Gebäude reduzieren - aus finanziellen Gründen und im Sinne der Sicherheit.

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