Stadt muss zahlen: Firma fordert 380.000 Euro für Beethovenhalle nach

Stadt muss zahlen : Firma fordert 380.000 Euro für Beethovenhalle nach

Die Kosten für die Sanierung der Beethovenhalle nähern sich der magischen Grenze von 100 Millionen Euro. Rund 380.000 Euro stellt jetzt eine Spezialtiefbaufirma als Nachforderung in Rechnung.

Die Stadtverwaltung meldet weitere Zusatzkosten für die Beethovenhalle: Rund 380 000 Euro stellt eine Spezialtiefbaufirma in Rechnung, die auf der Suche nach möglicher Weltkriegsmunition Bohrungen unter dem Baudenkmal durchgeführt hat. Das geht aus einer nicht-öffentlichen Beschlussvorlage hervor, die dem Wirtschaftsausschuss an diesem Mittwoch zur Entscheidung vorliegen wird.

Zu Beginn der Sanierung musste die sogenannte Kampfmittelfreiheit nachgewiesen werden. Der Aufwand der Fachfirma sei dabei höher gewesen als erwartet, schreibt die Stadtverwaltung – wegen „teils sehr mächtiger Hindernisse im Untergrund“, die durchbohrt werden mussten. Die Beethovenhalle ist bekanntlich auf den Kriegstrümmern einer alten Klinik errichtet worden. Die Leistungen seien nicht im Hauptauftrag der Tiefbaufirma enthalten gewesen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Das Rechnungsprüfungsamt habe dem Nachtrag zugestimmt.

Laut Stadt sind die 380.000 Euro bereits in der zuletzt veröffentlichten Gesamtkostenprognose für die Beethovenhalle von rund 98 Millionen Euro berücksichtigt gewesen. Es gibt allerdings zahlreiche Nachforderungen von Firmen, die das Städtische Gebäudemanagement noch bearbeitet. Die Stadtverwaltung veröffentlicht den neuesten Stand der Kostenprognose immer dann, wenn der zuständige Projektbeirat des Rates tagt. Für dieses Jahr stehen laut Ratsinformationssystem allerdings noch keine Sitzungstermine des Gremiums fest. Die Sanierung soll bis Juli 2020 laufen.

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