Im August am Alten Zoll: Das bieten die Bonner Stadtgartenkonzerte

Im August am Alten Zoll : Das bieten die Bonner Stadtgartenkonzerte

Die Stadtgartenkonzerte beleben im August erneut den Alten Zoll. Wir haben einen Blick ins Programm geworfen. Darin stehen Konzerte mit rumänischem Souk, Elektrobeats und Surfpop "op Kölsch".

Elektrobeats mit Alphorn-Druck, rumänischer Soul und Surfpop „op Kölsch“: Die beliebten Stadtgartenkonzerte, die an den Augustwochenenden zum inzwischen achten Mal das Bonner Publikum elektrifizieren wollen, sind wieder so bunt wie eh und je. Ein bisschen schräg, ein bisschen verrückt, häufig neu und immer kostenlos, aber niemals umsonst: So lässt sich die vom städtischen Kulturamt und verschiedenen Partnern organisierte Reihe am besten beschreiben.

Am Donnerstag stellten Sport- und Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger und der Rock- und Popbeauftragte Hans-Joachim Over das Programm vor, das vom 2. bis 31. August jeweils freitags und samstags 27 Bands präsentiert, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Der Fokus der Stadtgartenkonzerte liegt eindeutig bei der Nachwuchsförderung. „Zu unserem Konzept gehört es, jungen Bands eine Bühne zu bieten“, bestätigt Over. „Das Publikum ist da aber auch sehr offen und lässt sich gerne auf Experimente ein.“ Die Reihe will Kultur für alle bieten und die lokale Musiklandschaft abbilden.

Zum Auftakt spielen mit der Sängerin Milene und den Blackberries Künstler, die Bonn in den vergangenen Jahren im chinesischen Chengdu repräsentiert haben – eine Gelegenheit, die Dead Man's Eyes noch vor sich haben. Mit der exzellenten Reggae-Funkrock-Band Rapture, dem Hip-Hop-Electro-Fusion-Quintett Floatiz oder auch dem Toys2Masters-Publikumsliebling Gin Red stehen weitere lokale Formationen in den Startlöchern. Die Möglichkeit zum Durchbruch gibt es durchaus, sei es eben durch den Bandwettbewerb Toys2Masters des Musiknetzwerks, durch die Musikstation Beuel oder durch das Popcamp des Deutschen Musikrats, die alle als Kooperationspartner mitmachen. Gleiches gilt auch für das Institut Français, das mit dem Tripoprock-Kollektiv Missine+Tripstoic ganz neue elektronische Klangfarben einbringt, oder auch die Harmonie, die mit Loisach Marci ein ziemlich schräges Projekt irgendwo zwischen bayrischem Landler und Elektrobeat eingeladen hat. Stark auch der Abschlussabend mit Jin Jim und Marcus Schinkels „Voyager IV“, den man nicht verpassen sollte.

Natürlich gehört auch wieder ein Tag der Stadtmusik dazu: Am Samstag, 10. August, werden vier Plätze (Friedens-, Bottler-, Markt- und erstmals Kaiserplatz) ab 14 Uhr zu Bühnen für Weltmusik, Jazz und Rock – alles ebenso aufregend wie die Stadtgartenkonzerte sowie umsonst. Das Einzige, was die Bonner also mitbringen müssen, sind Neugier und Offenheit.

Das ganze Programm steht auf www.bonn.de/stadtgartenkonzerte.

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