Bonnorange findet Standort: Beueler Salzlager kommt ins Gewerbegebiet

Bonnorange findet Standort : Beueler Salzlager kommt ins Gewerbegebiet

Im zweiten Anlauf ist Bonnorange in Beuel erfolgreich: Das Salzlager kommt an die Broichstraße im Gewerbegebiet Beuel-Ost. Der Wertstoffhof soll nach Pützchen auf ein Areal an der Siegburger Straße.

Nach der Kampfabstimmung im Bonner Stadtrat im Dezember 2017 und der Rückabwicklung des Kaufvertrags für das Markthallen-Gelände an der Röhfeldstraße musste Bonnorange bekanntlich mit der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Wertstoffhof samt Salzlager für den Winterdienst aufs Neue beginnen. Jetzt, gut ein halbes Jahr später, sind die Verantwortlichen des städtischen Abfallbetriebes fündig geworden.

In der nächsten Woche will Bonnorange-Geschäftsführerin Cornelia Hülter den Mietvertrag für ein Gelände an der Broichstraße 102 unterschreiben. Das 1500 Quadratmeter große Areal liegt im Gewerbegebiet Beuel-Ost in unmittelbarer Nähe zur Bauunternehmung Düx. Der Mietvertrag soll erst einmal für fünf Jahre gelten. Nach GA-Informationen muss Bonnorange monatlich ungefähr 5300 Euro Miete zahlen.

„Dort werden wir in einer 750 Quadratmeter großen Halle unser Salzlager für den Stadtbezirk Beuel einrichten, die Fahrzeuge für den Winterdienst und die Straßenreinigung unterbringen sowie 20 Mitarbeiter stationieren“, erklärte Joachim Peter, bei Bonnorange als Geschäftsbereichsleiter für die Technische Unterhaltung zuständig. Eine solche Betriebsstätte wollte der städtische Abfallbetrieb eigentlich schon vor dem Winter 2017/18 in Beuel einrichten, was aus bekannten Gründen gescheitert ist.

Deshalb mussten im vergangenen Winterhalbjahr alle Fahrzeuge nach wie vor vom Hauptsitz im Lievelingsweg in Tannenbusch nach Beuel starten. „Wegen der bevorstehenden Sanierung der Nordbrücke müssen wir ein Grundstück in Beuel mieten. Die Gefahr, dass unsere Fahrzeuge im morgendlichen Stau stehen und nicht rechtzeitig mit dem Winterdienst in Beuel beginnen können, ist einfach zu groß“, sagte Peter.

Den Standort in der Broichstraße betrachtet Bonnorange allerdings nur als temporäre Lösung. „Wir halten an unserem Ziel fest, auf einem Grundstück in Beuel einen Neubau zu errichten, der so groß ist, dass wir dort unseren dringend benötigten Wertstoffhof inklusive Winterdienst unterbringen können“, betonte Peter.

Markthallen-Areal allein ist zu klein

Und bei der akribischen Durchforstung der unbebauten Grundstücke in Beuel ist Bonnorange aktuell an einem Grundstück interessiert, das Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus Ende vergangenen Jahres im Streit um das Markthallen-Areal als Alternativstandort vorgeschlagen hatte. Dabei handelt es sich um eine Fläche, die im Besitz der Stadt Bonn ist und zwischen der Auffahrt der Autobahnanschlussstelle Pützchen und dem Unternehmen Tankschutz Giebeler liegt. Da das Areal aber zu klein ist, benötigt Bonnorange ein Grundstück vom Gewerbepark Pützchen, das zur Zeit von der städtischen Wirtschaftsförderung, vom Planungsamt und von NRW.Urban für eine Vermarktung vorbereitet wird.

Nach Auskunft des Presseamts wird das Bewerbungsverfahren gestartet, sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist, Baurecht vorliegt und ein verlässlicher Zeitplan für die Erschließung der Grundstücke aufgestellt werden kann. Die NRW.Urban ist treuhänderisch von der Stadt für die Erschließung und Vermarktung beauftragt.

Seit 2016 wird von NRW.Urban eine Interessentenliste geführt, die derzeit etwa 60 Anfragen unterschiedlichster Branchen umfasst. „Zur Vorbereitung des Bewerbungsverfahrens, an dem sich alle Interessenten dann beteiligen müssen, werden derzeit in Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und NRW.Urban die Vergabekriterien ausgearbeitet, die der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt werden“, erklärte Markus Schmitz vom Presseamt.

Und Bonns Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe ergänzte: „Die Verwaltung ist sich der Bedeutung dieses neuen Gewerbegebiets für Beuel bewusst und hofft, bald mit dessen Vermarktung beginnen zu können.“

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