Bauarbeiten begonnen: Hier entsteht Bonns neuer Skaterpark

Bauarbeiten begonnen : Hier entsteht Bonns neuer Skaterpark

In sechs Wochen soll der erste Bauabschnitt für die Sportler eröffnet werden. Die Anlage soll durch Spenden und Vereinsbeiträge finanziert werden.

Der „Beton für Bonn“ wird angerührt. Will heißen: Die Bauarbeiten für den Skatepark in der Beueler Rheinaue haben begonnen. Auf dem Gelände der ehemaligen Jugendverkehrsschule, Landgrabenweg 150, werden in drei Bauabschnitten die Skate-Einheiten Street (Stufen, Geländer, Hindernisse), Bowl (halbkugelförmige Einlassung in den Boden) und Pumptrack (Hügelparcours) errichtet. Der Verein Subculture Bonn, der mit seiner Initiative „Beton für Bonn“ im September 2014 gestartet ist und sich mit viel Engagement für das 4500 Quadratmeter große Areal beworben hat, hat die Trägerschaft des Parkgeländes von der Stadt Bonn übernommen.

„Endlich bauen wir. Das motiviert uns alle sehr. Das Wetter spielt mit, und wir kommen mit den Arbeiten gut voran“, erklärte am Mittwoch Philipp Nehren, Vorsitzender von Subculture und Bauleiter vor Ort. Gefragt, wann denn die ersten Skater mit ihren Sportgeräten anrücken können, antwortete Nehren, der in der Bonner Szene einfach nur „Heinz“ genannt wird: „Für den ersten Bauabschnitt benötigen wir ungefähr sechs Wochen. Danach werden wir die 'Street' sofort eröffnen.“

Wann der Verein mit dem zweiten Bauabschnitt beginnen kann, steht noch nicht fest. Die Baugenehmigung liegt den Verantwortlichen zwar vor, aber noch fehlt das Geld. „Wir suchen dringend Spender und Sponsoren. Wir setzen auch auf die heimische Wirtschaft. Sachspenden sind ebenfalls möglich“, sagte Nehren. Der Verein hat mittlerweile 60 Mitglieder, die jeweils 60 Euro Beitrag im Jahr zahlen. Die Stadt Bonn fördert die Skateanlage mit 50 Prozent der Baukosten und einer mietfreien Anlagen. Das gesamte Vorhaben wird ungefähr 840.000 Euro kosten.

Nutzung kostenfrei

Freuen kann sich jedenfalls die Skateszene, denn die Nutzung des Parcours wird kostenfrei sein. Den Unterhalt will der Verein Subculture über Spenden, sein gastronomisches Angebot und spezielle Veranstaltungen finanzieren. „Wir sind zuversichtlich, dass das Modell funktioniert“, so der Vereinschef.

Derweil arbeitet sich ein Kieler Fachunternehmen Meter für Meter vor. Das Aufbringen des extrem feien, aber belastbaren Betons muss gekonnt sein. Das Kölner Planungsbüro „LNDSKT“ hat den „professionellsten Betrieb in ganz Europa“ gewinnen können, damit Skateboards, BMX-Räder, Inline-Skates und Stunt-Scooter ohne große Reibungsverluste über die Bahnen gleiten können.

Der Naturschutzbeirat hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag grünes Licht für den dritten Bauabschnitt gegeben. Einige Details des Subculture-Konzepts wurden noch geringfügig verändert. Nehren versprach: „Wir werden wegen der vielen Bäume der grünste Skatepark Deutschlands.“

Weitere Infos unter www.subculture-bonn.de.

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