Kunstmarkt im Haus an der Redoute: Von der Kunst, die richtige Kunst zu finden

Kunstmarkt im Haus an der Redoute : Von der Kunst, die richtige Kunst zu finden

Zwölf Mitglieder der Vereinigung Gedok organisierten erstmals einen vorweihnachtlichen Markt im Haus an der Redoute. Besucher haben die Qual der Wahl zwischen Keramik, Schmuck, Fliegen und vielem mehr.

Eine wunderbare Idee, die aktuelle Ausstellung „Salve Frascati“ im Haus an der Redoute ein Wochenende lang mit einem Kunstmarkt zu verbinden, finden die Besucher, die am Samstag in die Räumlichkeiten drängen. „Der Kunstmarkt ist ein Probelauf. Wir zwölf Gedok-Frauen wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen“, erläutert Organisatorin Clotilde Lafont-König. Bei der Gedok handelt es sich um die bundesweit größte Künstlerinnenvereinigung.

Und sicher will man auch in der Vorweihnachtszeit die eine oder andere Geschenkidee erfüllen. Wie hoch liegen die Preise? Zwischen drei und ein paar Hundert Euro, schätzt Lafont-König, die selbst fantasievollen Schmuck und Seidentextilien präsentiert. Besucherin Waltraud Prinz schaut sich um. Ja, sie könne sich vorstellen, hier bis zu 200 Euro in Kunst anzulegen, meint sie auf GA-Frage.

Kunstwerke zwischen drei und mehreren Hundert Euro

Drüben bei Goldschmiedemeisterin Heike Wurm beugen sich Interessenten über ihre kreativen Schmuckideen. Traudel Lindauer hat zarteste getrocknete Blüten zu kleinen figurativen Szenen komponiert. Zwischen den Kundengesprächen sitzt sie ihrer zeichnenden Kollegin Milena Kunz-Bijno Modell. Die hat kleinere Zeichnungen und Plastiken zum Verkauf vorbereitet. „Und zwar zum Thema Bücher, die ich nicht geschrieben habe.“ Vis-à-vis stellt Keramikmeisterin Edle von Frantzius auf ihrem mit herbstlichem Laub belegten Tisch ebenso farbige Kannen, Schalen und Plastiken aus. Lebhaft erläutert sie, wie sie dieses typisch fränkische Schmuckmuster auf die wie roh anmutenden Flächen bringt. „Ja, alles ist durchaus nutzbar und spülmaschinenfest“, erklärt sie und klopft auf die Schüsseln, die einen tiefen Klang wiedergeben.

In der Nähe erfreuen sich Besucher an der originellen Filzkunst von Margret Riedl, der schönen Keramik von Ingeborg Mayr, den individuellen Schmuckstücken von Rosemarie Bühler und der eindrücklichen Malerei von Heidi Kühn und Christine Theile. Christiane Rücker wiederum präsentiert ihr Figurenreich aus handgeschöpftem Papier auf Drahtgeflecht. „Haben Sie mein Gemüse gesehen?“, fragt sie augenzwinkernd. Hauchdünn geschnitten, mit spezieller Technik gepresst, zeigen Spargel, Möhren und Blumenkohl hinter Glas ihre individuelle Faserung.

Die Besucher Juliane und Kurt Tudyka diskutieren am Stand von Sabine Störring. Die „Herrin der Fliegen“ hat eine Auswahl an originellen Exponaten ausgebreitet: exotisch bunt bis dezent, à la Notenpapier oder gestreift gefertigt. Genau den Krawattenersatz trägt Kurt Tudyka ja so gerne. So als kleiner Tipp ans Christkind.

Mehr von GA BONN