Blick auf Bad Godesberg und Wachtberg: Im Winter geht es in Bädern und auf Baustellen ruhig zu

Blick auf Bad Godesberg und Wachtberg : Im Winter geht es in Bädern und auf Baustellen ruhig zu

In Bädern, auf Baustellen oder Sportplätzen in Bad Godesberg und Wachtberg geht es in der kalten Jahreszeit ruhiger zu – doch im Hintergrund wird fleißig gepflegt und gewerkelt. Der GA hat genau hingeschaut.

Wo im Sommer reger Betrieb herrscht, ist es im Winter teilweise still und ruhig. Freibäder, Tennisplätze oder Brunnen scheinen in eine Art Winterschlaf zu fallen. Und auch auf den Baustellen scheint weniger Betrieb zu sein als in den warmen Monaten.

Freibäder: Im Rüngsi ist Ruhe eingekehrt. Wie die anderen Freibäder auch, wurde es nach der Sommersaison winterfest gemacht, „damit es möglichst ohne Schäden die Kälte- und Frostperiode übersteht“, so Andrea Schulte vom städtischen Presseamt. Unter anderem bleibt das Wasser in den Becken, und Eisdruckpolster werden eingesetzt, die verhindern sollen, dass der Frost die Becken beschädigt. Je nachdem, wie die Witterung ist, beginnt im März die so- genannte Auswinterung. Dann wird das Wasser aus den Becken gelassen. Je nachdem, ob es in den kalten Monaten starken Frost oder sehr wechselhaftes Wetter gab, werden mehr oder weniger schwere Schäden beseitigt, so zum Beispiel an den Fliesen, erklärt Schulte. Das Friesi ist übrigens mit seiner Traglufthalle weit von einem Winterschlaf entfernt.

Tennisplätze: Die Außenplätze der Tennisvereine werden am Ende der Saison für den Winterschlaf präpariert. So auch beim Tennisklub Grün-Weiß im Kurpark. Im Oktober starteten die Winterarbeiten auf den acht Außenplätzen, sagt Peter Stirnberg vom Verein. Die Netze wurden abgenommen, Wasserleitungen gegen das Einfrieren geschützt, Stühle und Bänke entfernt. Ganz auf ihren Sport verzichten müssen die Mitglieder aber nicht. Für sie gibt es zwei überdachte Plätze, die auch im Sommer zur Verfügung stehen. Die können in der kalten Saison übrigens auch stundenweise von Nichtmitgliedern gemietet werden, so Stirnberg. „Natürlich kümmert sich unser Platzwart auch im Winter um die gesamte Anlage, aber eine besondere Pflege ist für die Plätze nicht notwendig.“ Das sehe kurz vor der Sommersaison anders aus. Dann stehen umfangreiche Arbeiten auf dem Programm. Denn durch die Feuchtigkeit im Winter „ist der Belag weich und die oberste Schicht muss abgetragen werden“. Danach werden laut Stirnberg die Linien neu verankert und eine neue Sandschicht aufgebracht, „welche mit viel Wasser und großem Druck mit einer Walze verfestigt wird“. Dieser Vorgang werde mehrfach wiederholt. Ziel ist es, die Plätze im April wieder freizugeben.

Brunnen:Bis zum Frühjahr müssen die Bad Godesberger noch auf ihre Wasserspiele verzichten. Erst dann werden die 36 Brunnen im Stadtbezirk (inklusive des Brunnens in der Rheinaue) wieder sprudeln. In ganz Bonn gibt es übrigens rund 100 Wasserspiele. In den Wintermonaten werden nach Auskunft des städtischen Presseamtes unter anderem die Pumpen kontrolliert. Nach wie vor sucht die Stadt Brunnenpaten, die sich mit kleinen oder größeren Beträgen an den Kosten für Wasser und Strom beteiligen. Festgelegte Sponsoring-Beiträge gibt es laut Stadt nicht. Kontakt: 02 28/77 41 28.

Baustellen:Auf den Baustellen scheint es lediglich ruhiger zuzugehen, von einem Winterschlaf aber könne man nicht sprechen, sagt Margit Märtens, Sprecherin der Gemeinde. Vorm Henseler Hof werde weiter gearbeitet, genau wie an der Brücke in Pech und der Turnhalle in Berkum. „Da die Wetterverhältnisse aktuell nicht derart winterlich sind, ist die Situation nicht gegeben, dass bestimmte Arbeiten witterungsbedingt nicht durchführbar sind.“ Lediglich zwischen Weihnachten und Neujahr war es ruhig, Grund waren Ferien der Baufirmen. Spätestens am Montag aber gehe es überall weiter, so Märtens. Genaus das gilt nach Auskunft des Kreises auch für die Arbeiten an der Ortsumgehung Gimmersdorf. Das Wetter könne allerdings immer dazwischen funken: Was genau gemacht werden könne, entscheide sich am jeweiligen Tag, so Sprecherin Daniela Blumenthaler. „Erdarbeiten sind beispielsweise schwierig zu bewältigen bei Regen und Frost.“

Familiensportbund: „Sportlich – natürlich – nackt“ ist das Motto des Familiensportbunds Bonn, das auf der Webseite des Vereins zu lesen ist. Es handelt sich um einen gemeinnützigen Sportverein, dessen Vereinsgelände sich über 70 000 Quadratkilometer bei Fritzdorf erstreckt. Dort bewege man sich „bei entsprechender Witterung bevorzugt nackt“, so der Verein. Im Winter gehe selbstverständlich die Gesundheit vor, erklärt Vorsitzender Friedhelm Trinkel. „Grundsätzlich handelt es sich um einen Saisonbetrieb“, fährt er fort. „Hochsaison ist von Ostern bis Oktober. Im Winter stehen nur wenige Events an, und das Sportangebot wird in diversen Bonner Hallen ausgetragen.“ 2019 feiert der Verein sein 70-jähriges Bestehen. Im Sommer gibt es einen Tag der offenen Tür .

Mehr von GA BONN