Hermann-Josef-Haus: Alltag in der Caritas-Jugendhilfe in Bad Godesberg

Hermann-Josef-Haus : Alltag in der Caritas-Jugendhilfe in Bad Godesberg

Mit Britta Pitsch ist seit einem Jahr eine neue pädagogische Leiterin im Hermann-Josef-Haus der Caritas-Jugendhilfe tätig. Sie ist eine Teamarbeiterin und legt Wert auf gute kollegiale Zusammenarbeit.

Was ihr in der Arbeit des Hermann-Josef-Hauses besonders am Herzen liegt? Britta Pitsch, die pädagogische Leiterin in der Einrichtung der Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG), braucht nicht lange nachzudenken. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist sicher unsere intensive Arbeit für Kleinstkinder, Kinder sowie Mütter und Kinder“, sagt die Diplom-Pädagogin. Im April 2017 hat die heute 45-Jährige die Nachfolge von Susanne Beckschwarte angetreten, die von 2005 an vor Ort gewirkt hatte. Der aus Köln stammenden Pitsch steht in der kaufmännischen Leitung Heiko Born zur Seite. Pitsch hatte zuvor Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch in anderen pädagogischen Fachgebieten gesammelt. In der beruflichen Fort- und Weiterbildung hatte sie Leitungsfunktionen inne.

Mit Herzblut erzählt Pitsch nun aus der Arbeit der katholischen Einrichtung der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe mit ihren 150 Mitarbeitern. Man verfüge über ambulante, teilstationäre und stationäre Betreuungsformen für insgesamt 170 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 bis 27 Jahren und deren Familien. Individuell und flexibel richteten sich diese Betreuungsangebote im Schweinheimer Stammsitz, im Haus Regina und in weiteren zwei Häusern in Bonn primär an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen sowie jungen Eltern aus. „Zum Beispiel in der Perspektivklärungsgruppe geht es darum, in Obhut oder im Rahmen der Krisenintervention genommene Säuglinge oder Kleinkinder vor einer Gefährdung zu schützen“, erläutert Pitsch. Die Betroffenen seien von den Jugendämtern zugewiesen worden. Man kläre nun, ob die Kinder zu den Eltern zurückgeführt werden könnten oder an Pflege- oder Adoptionsfamilien vermittelt werden sollten.

„Das Kindeswohl steht immer an allererster Stelle“, betont die Diplom-Pädagogin. Für betreute Jugendliche werde in der Gruppe NeuStart ihre Perspektive geklärt. Das Angebot des Hauses umfasse Wohngruppen, dazu heil- und inklusivpädagogische, vollstationäre Intensivangebote für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsdefiziten oder leichter geistiger Behinderung, berichtet Pitsch. Ebenfalls gut erprobt sei der ambulante Dienst, zum Beispiel ein aufsuchendes Angebot für Familien in Überforderungssituationen. Zudem seien neue Projekte in der Planung. Nicht zu vergessen sei die Arbeit in der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Lannesdorfer Lyngsbergschule und der benachbarten Siebengebirgsschule.

„Ich wurde hier vor eineinhalb Jahren sehr herzlich aufgenommen. Und ich erlebe auch weiterhin eine große Bereitschaft aller, auf dem Weg mitzugehen“, so Pitsch. Ihre Vorgängerin Susanne Beckschwarte habe gute Arbeit geleistet, auf der sie weiter gerne aufbaue. Dazu gehöre selbstverständlich auch die sehr kollegiale und enge Kooperation mit der benachbarten Evangelischen Jugendhilfe Godesheim, betont Pitsch.

Gemeinsam sei man ja auch erfolgreich Träger des One-World-Mobils sowie des One-World-Cafés im Hansa-Haus nahe der Rheinallee. „Diese haben sich von einem Projekt zu einem festen Angebot in Bad Godesberg entwickelt, und die Besucherzahlen steigen stetig.“