Wetter in Bonn und der Region: Der September war sonnig und etwas zu warm

Wetter in Bonn und der Region : Der September war sonnig und etwas zu warm

Der September war zu warm, etwas zu trocken und es gab viel Sonne. Mit einer Durchschnittstemperatur von 15,9 Grad war er zwar nicht ganz so warm wie im Vorjahr - allerdings fiel 2018 mehr Regen.

Der September war zu warm, etwas zu trocken und es gab viel Sonne. Das zeigen die aktuellen Daten der Wetterstation Endenich der Uni Bonn und Daten aus der Bonner Wetterhistorie.

Temperatur: Der Monat wies eine Durchschnittstemperatur von 15,9 Grad Celsius auf. Mit den Septembern von 1951 und 1959 belegte der diesjährige den 30. Platz in den Bonner Wetterannalen seit 1895. Der Monat bescherten den Bonnern vier Sommertage und 20 warme Tage. Ein neuer Rekord: An 100 Tagen hintereinander sank nachts die Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius, und zwar zwischen dem 29. Mai und 6. September. Am wärmsten war es mit 27,8 Grad Celsius am 4.. Frisch war es am Morgen des 20., wo minimal 4,1 Grad gemessen wurden. Zuvor gab es am 15. Mai mit 3,1 Grad eine noch niedrigere Temperatur.

Sonne: Die Hochs über Mitteleuropa bescherten viel Sonne. Das hatte zur Folge, dass sich die Sonnenscheindauer im September auf 159 Stunden addierte. Das sind 117 Prozent des Septembersolls von 144 Stunden. An sieben Tagen schien die Sonne mehr als zehn Stunden. Der September 2019 belegt damit Platz 23 seit 1969. Dieses Jahr schien die Sonne schon 348 Stunden länger als normal.

Niederschlag: Die erste Monatsdekade war die feuchteste, wo 30 Liter pro Quadratmeter fielen. Den meisten Regen gab es am 8. September, an dem 16 Liter pro Quadratmeter herunterkamen. Im Laufe des Monats fielen an 16 Tagen insgesamt 47 Liter pro Quadratmeter (81 Prozent eines normalen Septembers). So ist der September der vierte Monat in Folge mit Regendefizit.

Vergleich mit 2018: Der September 2018 war um 0,9 Grad Celsius wärmer als der jüngste. Die Minimaltemperatur (2,9 Grad Celsius) war 2018 niedriger, aber die Maximaltemperatur mit 34,1 Grad Celsius deutlich höher. Im Vorjahr schien die Sonne 44 Stunden länger, dafür fielen zehn Liter pro Quadratmeter Regen mehr.

Klaus Kosack war Chef-Statistiker der Stadt Bonn.

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