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Wer wird GA-Sportler des Monats Juni?

Bonn. Auf der Jagd nach Medaillen und Bestzeiten waren im Juni Konstanze Klosterhalfen, Max Rendschmidt, Majtie Kolberg, André Sanita und Annika Zeyen. Aufgrund ihrer Leistungen sind die fünf Athleten zur Sportlerwahl nominiert.

Zwei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille, ein verbesserter Streckenrekord und eine pulverisierte Bestzeit – diese Erfolge haben die fünf Kandidaten der GA-Sportlerwahl im Juni vorzuweisen. Gelungen sind den Nominierten Max Rendschmidt, Majtie Kolberg, André Sanita, Konstanze Klosterhalfen und Annika Zeyen diese Leistungen auf der großen Bühne wie den Europaspielen in Minsk oder der Fecht-EM in Düsseldorf. Nun liegt es an den GA-Lesern, aus diesem Quintett eine Siegerin oder einen Sieger zu küren. Die Abstimmung läuft bis zum nächsten Montag, 8. Juli, 24 Uhr.

Für Konstanze Klosterhalfen war der Juni gleich doppelt ein Erfolgsmonat. Das erste Ausrufezeichen setzte die Läuferin aus Königswinter-Bockeroth bei ihrem Start über 1500 Meter in Portland im US-Bundesstaat Oregon. In 4:03,30 Minuten gewann sie das Rennen und unterbot mit ihrer Zeit die Norm für die im Herbst stattfindenden Weltmeisterschaften in Doha um 3,2 Sekunden. Den zweiten Coup erlief die 22-jährige Athletin des TSV Bayer 04 Leverkusen, die seit dem Winter im Nike Oregon Project an der US-Westküste trainiert, am vergangenen Sonntag beim Diamond-League-Meeting in Stanford: Mit einer Zeit von 8:20,07 Minuten über 3000 Meter unterbot sie nicht nur ihre eigene Bestmarke um fast zehn Sekunden, sondern ist nun auch die sechstschnellste Läuferin der Leichtathletik-Geschichte

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Ebenfalls zweifach erfolgreich war im vergangenen Monat Doppel-Olympiasieger Max Rendschmidt. Zunächst überzeugte der Ramersdorfer Rennkanute mit drei Siegen aus drei Starts beim Weltcup in Duisburg (Zweier-Kajak, Vierer-Kajak, Zweier-Mixed-Boot). Bei den Europaspielen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk folgte dann eine Silbermedaille im Vierer über 500 Meter. Das Quartett Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke verpasste dabei nur knapp die Goldmedaille, die sich im Schlussspurt das russische Boot sicherte. Den Ausschlag gaben am Ende wohl die äußeren Bedingungen: Da Rendschmidt & Co. auf der unteren Bahn fuhren, machte ihnen der starke Wind schwer zu schaffen.

Auch für Majtie Kolberg war Minsk ein gutes Pflaster. Allerdings auf der Tartanbahn. Die 19-jährige Mittelstreckenläuferin erlief bei den Europaspielen in der Hunt-Staffel den dritten Platz und sicherte den deutschen Leichtathleten im abschließenden Sechs-Länderkampf die Bronzemedaille. Nach zahlreichen Erfolgen in den U-Wettbewerben feierte die Läuferin der LG Kreis Ahrweiler nun auch bei den „Großen“ einen Erfolg.

Neben Rendschmidt und Kolberg gelang auch André Sanita ein Erfolg auf europäischer Ebene. Bei der Fecht-EM in Düsseldorf erkämpfte sich der Bonner Florettfechter zusammen mit Peter Joppich, Benjamin Kleibrink und Luis Klein überraschend die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb. Nach dem Sieg über Spanien im Achtelfinale glänzte das Team in den folgenden beiden Runden mit Erfolgen gegen Polen (45:39) und vor allem gegen die mit Weltklassefechtern gespickte italienische Mannschaft (45:40). Der Siegeszug fand erst im Finale gegen Frankreich ein Ende (26:45), wobei das deutsche Team dort auf Kleibrink verzichten musste.

Dritte Sportart, drittes Mal Weltspitze – so könnte man die Leistung von Annika Zeyen wohl treffend zusammenfassen. Nach ihren internationalen Erfolgen im Rollstuhlbasketball und im Rennrollstuhlsport sattelte Zeyen nun auf das Handbike um. Und feierte dort die nächsten Erfolge. Beim Duisburg Marathon verbesserte sie den Streckenrekord um ganze zwei Minuten.