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Abwehrprobleme: 1. FC Köln ist auf der Suche nach Stabilität

Abwehrprobleme : 1. FC Köln ist auf der Suche nach Stabilität

Der 1. FC Köln bekommt seine Abwehrprobleme nicht in den Griff und kassierte acht Gegentreffer in den jüngsten beiden Liga-Partien.

Zu viel Spektakel?

Vor dem Saisonbeginn war spekuliert worden, ob den Zuschauern in Müngersdorf angesichts des sehr offensiven Kölner Spielsystems häufig ein Spektakel geboten würde. Nach fünf Begegnungen und 14:10 Treffern ist es des Guten vielleicht ein bisschen zuviel. FC-Trainer Markus Anfang sieht das etwas anders. „Wir haben nicht von Spektakel-Fußball gesprochen. Vielmehr wollen wir dominanten Fußball spielen und offensive Lösungen finden“, sagt er.

Zu sorglose Abwehr?

Auffällig war bei der Niederlage gegen Paderborn wieder, wie schnell der FC nach einem eigenen Tor einen Gegentreffer kassiert. Nach dem 1:0 dauerte es nur eine Minute, nach dem 2:1 waren es immerhin 13 Minuten, nach dem 3:3 gerade einmal fünf Minuten. Man sei offenbar zu euphorisch und gleichzeitig zu unkonzentriert, meinte Marco Höger.

Unklug verhalten?

Nach dem ersten Rückstand nach 71 Minuten (2:3) stellten die Kölner ihr Spielsystem von 4-1-4-1 durch die Hereinnahme von Serhou Guirassy und Jhon Cordoba auf ein 4-1-3-2 um und berannten die Paderborner Abwehr. Schließlich gelang auch das 3:3. Doch danach wurde weiter alles nach vorne geworfen. Mit dem Erfolg, dass man bei einem Konter erneut in Rückstand und letztlich auf die Verliererstraße geriet.

Was ist zu tun?

Der Sportchef sprach nach der ersten Saisonniederlage Klartext. Dass man sich Chancen herausspiele, sei gut. „Wir hätten statt der drei Tore acht schießen müssen. Möglichkeiten dafür waren da.“ Aber: „Die Abwehrarbeit müssen wir eindeutig verbessern. So viele Chancen dürfen wir dem Gegner nicht erlauben.“ Beim Sieg auf St. Pauli sei es schon so gewesen. „Da hätte Pauli nach der 2:0-Führung auch das 3:0 machen können. Und ob wir das dann noch umgebogen hätten?“, stellte Armin Veh eine Suggestivfrage. Über das 3:5 gegen Paderborn meinte er, es sei zuweilen gut, dass man nicht wieder eine drohende Niederlage abwehre, sondern sie hinnehmen müsse. „Sonst glaubt man, dass es immer wieder gutgeht. Von daher war es der richtige Dämpfer. Jetzt sieht man, dass man es anders machen muss.“

Wie geht es weiter?

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Bereits am Freitagabend steht die nächste Aufgabe für den FC an. In Sandhausen kann die Niederlage vom Sonntag ausgemerzt werden. Danach folgt eine klassische Englische Woche mit dem Heimspiel dienstags gegen Ingolstadt und einem weiteren Freitagspiel in Bielefeld. Danach ist eine Zwischenbilanz angesagt.