L182 bei Heimerzheim: Schluss mit dem Flickenteppich

L182 bei Heimerzheim : Schluss mit dem Flickenteppich

Die Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs Straßen NRW erneuert derzeit die Fahrbahn der L 182, und zwar auf dem 1,5 Kilometer langen Stück zwischen der Autobahnanschlussstelle Heimerzheim und der Einmündung der K 3 bei Straßfeld.

Dieser Abschnitt ist fast ein reiner Flickenteppich, die Höchstgeschwindigkeit wurde dort sogar auf 50 Stundenkilometer begrenzt. Die Bauarbeiten sollen zwei Monate dauern. Während dieser Zeit steht dem Verkehr nur eine Fahrspur zur Verfügung. Die Maßnahme kostet rund 700.000 Euro.

Jens und Renate Gohdes, die in Heimerzheim an der Quellenstraße in der Nähe zur L182 wohnen, verstehen nicht, dass mit der Sanierung der Straße in diesem Abschnitt begonnen wird. Denn dort, im freien Feld, störe der Lärm der durch Schlaglöcher fahrenden Fahrzeuge niemanden.

Im Bereich des Abschnitts der L182, der direkt an der Quellenstraße vorbeiführe, aber sehr wohl. Denn ab der Swist-Brücke grenzten Wohngebäude an die L182, die dort in sehr schlechtem Zustand sei. Insbesondere die Dehnungsfugen an den Brücken über die Swist und über die L163 seien derart marode, dass Lkw mit loser Fracht "einen unbeschreiblichen Lärm" verursachten.

Jens Gohdes berichtet: "Wenn ein Lkw, der einen Bagger geladen hat, die Brücken passiert, springt der Bagger auf jeder Dehnungsfuge hoch und fällt dann wieder auf den Auflieger zurück, wobei ein nicht zumutbarer Lärm entsteht und unser Terrassenboden vibriert. Dieser Lärm überschreitet jede zugelassene Höchstgrenze, was durch Messungen der Dezibelwerte bestätigt werden könnte."

Außerdem dürfe durch die außergewöhnlichen Belastungen die Statik der Brücken und damit ihre Haltbarkeit und Sicherheit stark beeinträchtigt werden, vermutet Gohdes. Er weist darauf hin, dass auch die Kindergartenkinder dem Lärm ausgesetzt seien. Nicht nachvollziehbar sei, dass das Stück von der Vorgebirgsstraße bis zum Dützhof aufwendig saniert wurde, obwohl dieser Abschnitt den besten Zustand der gesamten L182 aufgewiesen habe.

Dazu sagt Bernd Aulmann vom Landesbetrieb Straßen NRW, der jetzt zu sanierende Abschnitt sei das "schlechteste Stück Straße im gesamten Zuständigkeitsbereich", die Sanierung sei dringend erforderlich. Für den Landesbetrieb sei nicht in erster Linie entscheidend, wie viel Lärm eine Fahrbahn verursache, sondern die Verkehrssicherheit.

Wann die Abschnitte der L182 zwischen A61 und Heimerzheim sowie vom Dützhof bis Brenig saniert würden, könne er nicht sagen. Dies hänge davon ab, wann die Landesregierung das Geld bereitstelle. Die Pläne dafür lägen jedenfalls in der Schublade, so Aulmann.