Katholische Grundschule Rheinbach wird Naturpark-Schule: Rheinbachs Bürgermeister auf dem Barfußpfad

Katholische Grundschule Rheinbach wird Naturpark-Schule : Rheinbachs Bürgermeister auf dem Barfußpfad

Es war ein farbenprächtiger Jahrmarkt der Informationen, Spiele und Genüsse: Die Grundschule Sankt Martin in Rheinbach feierte Sommerfest und wurde zugleich offiziell Naturpark-Schule.

Die Ergebnisse waren auf großen Stellwänden und in den Klassenräumen zu besichtigen. Die siebenjährige Stella etwa ließ ihre Mutter Silvia Jordans mit verbundenen Augen ein Mobile aus Steinen und Hölzern ertasten. „Noch ein Stein“, rief sie, dann war das Nagelbrett dran – ein weiterer Tast-Test.

„Wir sind in den Wald gegangen, und wir haben Stöcke und Eicheln und Steine gesammelt, und wir haben daraus ein Holz-Mobile gemacht“, fasste sie auf einem Zettel zusammen. Im Klassenraum 4/EG war ein großer Tisch mit 26 Wiesenpflanzen aufgebaut. Das reichte vom Gänseblümchen übers rote Straußengras und das echte Johanniskraut bis zum Weißklee. In flachen eckigen Schalen spross es grün. „Das wird Wiese. Sie braucht lange zum wachsen“, klärte ein Schild auf. Man konnte lernen, warum Schmetterlinge bunt sind und die „Farbpalette der Natur“ aus Blättern und Blüten bewundern.

Schulleiterin Maria Orth hatte die vielen Eltern, Kinder und Gäste begrüßt. Die Schüler sangen begleitet vom Schulorchester Lieder wie „Wann wird es endlich wieder wärmer sein“. Hildegard Helmes, die Vorsitzende des Verbandsausschusses des Naturparks Rheinland, überreichte der Direktorin die Naturpark-Urkunde.

Bürgermeister Stefan Raetz freute sich, „den Kindern das Bewusstsein für die Natur mitzugeben“. Später traf man ihn im Trubel auf dem Schulhof. Er hatte gerade den Barfußpfad mit Steinen, Rinde, Tannenzapfen und Gras absolviert. Daneben gab es Dosenwerfen, man konnte auf einem Seil balancieren. An vielen Ständen boten die Eltern Selbst-Zubereitetes an, vom Käse-Trauben-Spieß bis zur Rostbratwurst.

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