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Wettbewerb um Namenszusatz auf Ortsschildern: Verkehrsverein Siegburg steigt in Wettbewerb um Namenszusatz auf Ortsschildern ein

Wettbewerb um Namenszusatz auf Ortsschildern : Verkehrsverein Siegburg steigt in Wettbewerb um Namenszusatz auf Ortsschildern ein

Was den Bonnern jahrelang der Kussmund war, könnte den Siegburgern vielleicht bald der lächelnde Michaelsberg sein. Mit einem Piktogramm der Abtei auf dem Michaelsberg, versehen mit einem blauen, lachenden Mund, der zugleich die Sieg symbolisieren soll, startet der Verkehrsverein seine Sympathie-Offensive für Siegburg - und steigt damit ein in den von der Stadt ausgelobten Wettbewerb um einen passenden Namenszusatz für die Siegburger Ortsschilder.

"Uns geht es nicht um irgendwelche Preise", stellt der Vorsitzende Christoph K. Machens klar. Vielmehr sieht er in der seit vergangenem Sommer in NRW erlaubten Eigenwerbung auf Ortsschildern einen wichtigen Beitrag zum Stadtmarketing. Daher hat Werbefachmann Joachim Kliesen, der Beisitzer im Verkehrsverein ist, den lächelnden Michaelsberg erdacht, der, verbunden mit einem Slogan, künftig an jedem Ortseingang grüßen könnte. Verbunden mit einem von verschiedenen Slogans, die Kliesen und Machens erdacht haben: Die Vorschläge reichen von "Die Kreisstadt" über "950 Jahre jung!" bis hin zu "Meine Lieblingsstadt" oder "Am liebsten Siegburg".

Ob ihre Idee bei der kritischen Prüfung des Landesinnenministeriums Bestand hat, wissen Kliesen und Machens nicht. "Wir haben die Regelung weit ausgelegt", räumt Machens ein. Aber, ihm und seinen Mitstreitern geht es ohnehin um mehr als den bloßen Namenszusatz auf dem Ortsschild. "Wir wollen einen Impuls geben, Emotionen hervorrufen und die Außenwirkung Siegburgs stärken", erklärt Machens. Joachim Kliesen sieht den lächelnden Michaelsberg denn auch mehr als Teil einer Image-Kampagne für die Stadt. Der etwa von Autoaufklebern lächelt und das "wunderbare Siegburg-Gefühl" hinaus in die Welt trägt. Ein Gefühl, das - so Kliesen in seinem Werbeprospekt -, "immer da ist", "länger bleibt als man denkt" und "immer wieder kommt".