Baustellen im Kreis Ahrweiler: So weit sind die Sinziger Mensa und die Ahrtal-Werke

Baustellen im Kreis Ahrweiler : So weit sind die Sinziger Mensa und die Ahrtal-Werke

Die Mensa im Sinziger Schulzentrum wächst. Und an der neuen Zentrale der Ahrtal-Werke am Dahlienweg in Bad Neuenahr wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert.

Zwei Baustellen im Kreis Ahrweiler standen am Mittwoch im Fokus der Kommunalpolitik. In Sinzig informierten sich Landrat Jürgen Pföhler und Bürgermeister Andreas Geron auf der Mensabaustelle im Schulzentrum, in der Kreisstadt wurde an der künftigen Zentrale der Ahrtal-Werke Richtfest gefeiert.

Die Mensa

Im Oktober hatten die Erdarbeiten auf dem Gelände im Schulzentrum begonnen. Jetzt nimmt die Mensa bereits Gestalt an. Davon überzeugten sich am Mittwochmorgen Landrat Jürgen Pföhler und Bürgermeister Andreas Geron gemeinsam mit Bauamtsleiter Marco Schreiner und Berthold Schmickler vom Fachbereich Schulen des Sinziger Rathauses.

1,7 Millionen Euro wird der Neubau der gemeinsamen Mensa für die Regenbogenschule und die Barbarossaschule kosten. Vom Land Land Rheinland-Pfalz gibt es eine Zuweisung von 535.000 Euro, der Kreis Ahrweiler beteiligt sich mit 78 500 Euro. Die Inbetriebnahme ist, so war am Mittwoch zu hören, für den kommenden Herbst vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt werden an beiden Schulen zusammen rund 810 Schüler unterrichtet. Die fertige Mensa wird dann in einem 220 Quadratmeter großen Speiseraum über 228 Plätze verfügen.

Dennoch soll es kein Platzproblem geben, denn, so machte Geron klar, „aufgrund der verschiedenen Unterrichtszeiten der beiden Schulen werden die Schüler das angelieferte Mittagessen zu verschiedenen Zeiten einnehmen.“ Da bedürfe es noch der Absprache zwischen den Schulleitern Elke Esper von der Regenbogenschule und Udo Klingelhöfer von der Barbarossaschule. Beide seien bereits jetzt froh darüber, dass ab Herbst die bislang provisorisch als Mensa genutzten Räume dann wieder dem normalen Schulbetrieb zur Verfügung stehen. Die neue Mensa mit einer Grundfläche von 380 Quadratmetern wird barrierefrei in Stahlfertigungsbauweise errichtet.

Die Ahrtal-Werke

Vier Millionen Euro investieren die Ahrtal-Werke in ihre neue Zentrale am Dahlienweg in Bad Neuenahr. Dort wurde am Mittwochnachmittag Richtfest gefeiert. Der Komplex umfasst einen Neubau und das direkt daneben liegende alte Wasserwerk der Kreisstadt. Beides bildet jetzt eine Einheit. Das Gebäude von 1892 mit seiner historischen Fassade wurde auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück entkernt und um ein Geschoss in Holzbauweise aufgestockt. Der neue Komplex ist auf mehr als 40 Arbeitsplätze ausgelegt und soll zum Jahresende von 25 Mitarbeitern bezogen werden. Die Gesamtnutzfläche beträgt 1200 Quadratmeter. Die Ahrtal-Werke gehören zu 51 Prozent der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und zu 49 Prozent den kommunalen Stadtwerken Schwäbisch Hall.

„Die Tochter ist auf dem Weg der Emanzipation“, fasste Bürgermeister Guido Orthen den Werdegang der Ahrtal-Werke zusammen. Seit der Gründung der städtischen GmbH 2010 sei diese bis 2018 im Rathaus untergebracht gewesen und vor einem Jahr in das alte Bad Neuenahrer Rathaus eingezogen. „Jetzt ist die Tochter auf dem Weg zum eigenen Gebäude“, sagte Orthen im Beisein von Ahrtal-Werke-Geschäftsführer Dominik Neswadba sowie Vertretern aus Politik und am Bau beteiligter Handwerksbetriebe.

Laut Orthen war die Stadt mit der Gründung der Ahrtal-Werke ein „Vorreiter auf dem Weg zur Energiewende“. Mit Blick auf die am vergangenen Freitag in der Kreisstadt über die Bühne gegangene Demo „Fridays for Future“ erklärte der Stadtchef: „Wenn es auch noch nicht alle verstanden haben: Wir haben verstanden und setzen das seit fast zehn Jahren auch um.“ Die Ahrtal-Werke seien das „operative Zeichen“ für den politischen Willen, „eine gute Zukunft in der Stadt mitzugestalten“.