Kommentar zum Masterplan Haufeld: Ein Areal mit Zukunft

Kommentar zum Masterplan Haufeld : Ein Areal mit Zukunft

Das große Plus des Haufeld-Quartiers in Siegburg ist die Nähe zu Innenstadt und Bahnhof. Daher wäre es gut gewesen, eine Wohnbebauung von Anfang an in die Überlegungen einzubeziehen, weil Platz für neuen Wohnraum in der Kreisstadt rar ist.

Das Haufeld hat Potenzial. Daher ist es gut, dass sich Politik und Stadt gezielt Gedanken darüber machen, wie es künftig in dem Areal zwischen Europaplatz, Bahnlinie, Von-Stephan- und Wilhelmstraße weitergehen soll. Sein großes Plus ist die Nähe zu Innenstadt und Bahnhof – und die Tatsache, dass es noch Flächen hat, die zwar nicht ungenutzt, aber noch unverbaut sind. Wo, wenn nicht hier, kann Stadtplanung funktionieren? Sich für die Entwicklung von Ideen Fachleute an die Seite zu holen, ist richtig. Und ein Masterplan ist der richtige Weg. Er lässt verschiedene Ansätze zu, Raum für Überlegungen und ist am Ende die Basis für eine konkrete Planung.

Ob es einer Priorisierung von Gewerbeansiedlung bedarf, ist allerdings fraglich. Ja, Siegburg braucht Gewerbe. Und der Platz dafür ist rar. Noch zumindest. In zwei Jahren, wenn das Gewerbegebiet Zange II entwickelt ist, sieht das aber schon wieder anders aus. Dass Betriebe, die sich bis dahin eventuell im Haufeld eingerichtet haben, noch einmal umsiedeln, ist eher unwahrscheinlich. Daher wäre es gut gewesen, eine Wohnbebauung von Anfang an in die Überlegungen einzubeziehen. Denn rar ist in Siegburg auch der Platz für neuen Wohnraum.

Und, ein Negativbeispiel liegt nur wenige Meter vom Haufeld entfernt: das Mühlengraben-Quartier. Lidl will dort seit Jahren ein Fachmarktzentrum bauen. Bislang stehen nur Mehrfamilienhäuser – und es kommen noch mehr, dafür ist die Gewerbefläche geschrumpft.

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