Ausstellung in Unkel: Werke mehrerer Generationen

Ausstellung in Unkel : Werke mehrerer Generationen

"Accrochage", spätestens ab den 1960er Jahren war dies der gebräuchliche Ausdruck für die Hängung von Bildern in Museen.

Er wurde von Galeristen aufgegriffen und für Ausstellungen, die meist Werke verschiedener Künstler umfassen, genutzt. "Accrochage" lautet auch der Titel der aktuellen Schau in der Unkeler Galerie "KunstFaktor 20/21", in der Lars Ulrich Schnackenberg eine "Generationenreise durch die Kunst der Gegenwart" zeigen will. Die Werke sind noch bis kommenden Sonntag zu sehen, anschließend noch bis April nur nach Vereinbarung.

Ein Hingucker in der Galerie sind etwa Spiderman und der rosarote Panther, Pluto und die Schlümpfe, Obelix sowie Fix und Foxi: Die 38-jährige Stephanie Brysch hat die Comicfiguren so positioniert, dass durch ihren Schattenwurf Dreidimensionalität entstanden ist. Auch Sarah Burek (29), die mit einem Triptychon vertreten ist, und der 33-jährige Bildhauer Benedikt Mast liefern sehenswerte Beiträge. Mast zeigt seine große "Standbombe", eine Plastik, die an ein Kinderspielzeug erinnert. Entgegen seines martialischen Namens entpuppt sich das Kunstobjekt als lustige "Quietsch-Hupe", die losgeht, sobald man ihren roten "Zünder" antippt.

Mit drei "Wasserfällen" ist Michael Falkenstein vertreten. In Schwarz-Weiß gehalten, lassen die Holzschnitte des 43-jährigen Dozenten für Druckgrafik im Kulturforum "Alte Post" in Neuss schäumende und sprudelnde Wassermassen sichtbar werden. Mit dem Alanus-Professor Jo Bukowski, Jahrgang 1956, und dem Meisterschüler von Gerhard Richter, Michael Royen, endet die Generationenreise in der Galerie "KunstFaktor 20/21". Während der 58-jährige Bielefelder mit zwei "Linias" genannten Farbholzschnitten die Ausstellung bereichert, steuert der drei Jahre ältere Künstler aus Köln drei Farbexplosionen in Öl auf Polyethylenfolie bei. ga

0 Die "Accrochage 2014/2" ist in der Galerie "KunstFaktor 20/21" in Unkel, Frankfurter Straße 37, noch bis Sonntag, 21. Dezember, donnerstags und freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Ab Mittwoch, 14. Januar, bis Sonntag, 5. April, ist die Besichtigung nur nach Vereinbarung unter Tel. 0 22 24/9 81 17 23 möglich.

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