Tag der Städtebauförderung: Richtfest für Begegnungshaus in Bad Honnef

Tag der Städtebauförderung : Richtfest für Begegnungshaus in Bad Honnef

Neben der Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg entsteht mit Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Jetzt wurde das Richtfest gefeiert.

„Viele Leute seh‘ ich heute, froh geschart um das Gebäude; jeder blickt mit Lob und Gunst, auf das Werk, das unsere Kunst prächtig hier zu Weg gebracht, dass mir selbst das Herze lacht.“ Das Gebäude, auf das am Samstag diese Lobrede gehalten wurde, ist das neue Begegnungshaus in Aegidienberg, das auf dem Gelände der Theodor-Weinz-Grundschule entsteht.

Trotz strömenden Regens war Zimmermann Gerd Rothbrust aufs Dach geklettert, um nach alter Tradition auf den erfolgreichen Rohbau anzustoßen, den Richtspruch zu sprechen und um Gottes Segen für das Haus zu bitten. Wie es der Brauch will, warf er im Anschluss das Weinglas vom Dach herab auf den Boden – die Scherben sollen Glück bringen. Wäre das Glas heil geblieben, wäre das ein schlechtes Omen gewesen.

Arbeiten sind im Zeitplan

So oder so sind die Bauherren und Architekten aber mehr als zuversichtlich, dass das Begegnungshaus wie vorgesehen nach den Sommerferien eingeweiht werden kann. Das Richtfest fand nun pünktlich genau am bundesweiten Tag der Städtebauförderung statt. Die Stadt Bad Honnef informierte aus diesem Anlass zudem an einem Informationsstand auf der Insel Grafenwerth über die Neugestaltung des „Grünen Juwels“ im Rhein.

„Obwohl der Zeitplan bisher relativ eng getaktet war, hat alles wunderbar geklappt“, betonte Anja Hupperich vom Bad Honnefer Architekturbüro Hupperich Niedner-Siebert. Ihr Dank galt ausdrücklich den am Bau in Aegidienberg beteiligten Firmen. Anfang des Jahres war die Baugenehmigung erteilt worden, danach ging alles Schlag auf Schlag. „Die Wände für den Holzbau wurden im Betrieb vorgefertigt, die Decken kamen aus dem Sauerland und der Ostseeregion. Innerhalb von nur vier Tagen wurde dann alles hier aufgebaut“, berichtete Rothbrust, zuständiger Ingenieur der Firma Holzbau Adams aus Niederzissen: „An Gründonnerstag war das Dach dicht.“ Aktuell beginnt der Innenausbau. Und die Fassadenarbeiten gehen weiter. „Alle Aufträge sind vergeben“, so Hupperich.

Pausenhof der Schule wird saniert

Der Neubau des Begegnungshauses ist in die Pausenhofsanierung der Theodor-Weinz-Schule eingebunden. „Das Haus entsteht in einer Linie mit der neuen Sporthalle und dem Schwimmbad, das ebenfalls neu gebaut wird“, erläutert Holger Heuser, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef: „Man sieht also, in Aegidienberg tut sich was.“ Das Begegnungshaus mit drei großen Räumen soll der Grundschule, der Offenen Ganztagsschule, dem Stadtjugendring als Jugendtreff und für die Integrationsarbeit der Stadt Bad Honnef zur Verfügung stehen. Heuser betonte zudem, dass das Haus ein Ort der Begegnung und Versammlung für ganz Aegidienberg sein soll.

Zugang durch den Innenhof

Für die Theodor-Weinz-Schule wird der Neubau nach seiner Fertigstellung zudem ein schmuckes neues Entree sein: Der Zugang zur Schule soll dann durch den Innenhof des Begegnungshauses verlaufen. Ermöglicht wurde der Bau des Begegnungshauses durch die erfolgreiche Teilnahme der Stadt Bad Honnef am Förderaufruf zum Sonderprogramm Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen des Landes Nordrhein-Westfalen. 455 000 Euro fließen aus dem Fördertopf in das Bauprojekt.

Ursprünglich war geplant, das Haus am Rederscheider Weg auf dem Gelände der seinerzeitigen Flüchtlingsunterkunft in Rottbitze zu errichten. Wie der General-Anzeiger bereits berichtete, waren aber aufgrund abnehmender Flüchtlingszahlen die dort aufgestellten Wohncontainer nicht mehr benötigt und wieder abgebaut worden. Bei der Auswahl des neuen Standortes spielten vor allem die Nähe zu Schule und Zentrum eine Rolle. Außerdem sind so neben Begegnung, Verständigung und Integration auch andere Nutzungen des Gebäudes möglich – schließlich soll das neue Haus Tag für Tag mit Leben erfüllt sein.

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