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Pfarrfest der Pfarrgemeinde Sankt Severinus: Prozession mit Blasmusik

Pfarrfest der Pfarrgemeinde Sankt Severinus : Prozession mit Blasmusik

13:4: So lautete das klare Ergebnis des Endspiels beim Bouleturnier auf dem Pfarrfest in Erpel. Im vergangenen Jahr mussten sich Carlo Heinecke und Walter Weißenfels als Boule-Neulinge im legendären "Handylampen-Finale" noch dem eingespielten Vater-Sohn-Team Michael und Kai-Lukas Kessler geschlagen geben.

Am Sonntagnachmittag aber gingen sie als Sieger vom Platz. Sie setzten sich in einem hart umkämpften Endspiel auf dem Kirchenvorplatz gegen Verena Geraets und Martin Schäfer nach zwölf Spielen durch.

Stolz nahmen sie von der Vorsitzenden des Ortsausschusses des Pfarrgemeinderates, Dorothee Holkenbrink, und vom Vorsitzenden des Bürgervereins, Martin Schäfer, den begehrten Wanderpokal als 19. Erpeler Boulesieger entgegen.

Begonnen hatte das Pfarrfest mit dem Festhochamt, das Pfarrer Günter Lülsdorf in Sankt Severinus zelebrierte. Am späten Vormittag folgte die Prozession durch den Ort - musikalisch begleitet vom Blasorchester Bruchhausen.

19. Erpeler Boulesieger

Viele Gäste waren der Einladung zum Patronatsfest von Sankt Severinus gefolgt und erlebten einen gemütlichen Nachmittag rund um das Pfarrheim. Dort erwartete die Besucher ein üppiges Kuchenbüfett und im Hof unterhalb der Bücherei war das traditionelle "DreiGänge-Menü" - Brötchen, Senf und Bockwurst - angerichtet, für das jugendliche Waffelbäcker ein süßes Dessert als vierten Gang bereithielten. Die Freunde des französischen Boulespiels bildeten acht Mannschaften, die in eine Ass- und eine Königsgruppe aufgeteilt wurden und absolvierten die ersten Spiele des Turniers.

Der Wettbewerb begann für die Vorjahressieger allerdings mit einem Schock. Ohne auch nur einmal eine ihrer Kugeln am nächsten am "conochet", wie das "Schweinchen" im Boule-Heimatland genannt wird, platzieren zu können, waren die Kesslers gegen die späteren Boulemeister sang- und klanglos mit 0:9 untergegangen.

Die Niederlage verunsicherte Vater und Sohn offenbar sehr, wie ihr zweiter Einsatz gegen Beate Lister und Uli Geraets zeigte, die sich in grauer Vorzeit auch schon in die Siegerliste hatten eintragen können. Nach einem schier hoffnungslosen 2:8 konnten sich beide noch bis auf 7:8 herankämpfen, bevor die Kesslers doch mit 7:9 besiegt wurden.

Damit es in diesem Jahr nicht wieder ein Finale im Dunkeln geben würde, bei dem Handylampen als Flutlicht-Ersatz eingesetzt werden müssten, hatten die Veranstalter mit veränderten Regeln vorgesorgt: "Wir spielen in der Vorrunde solange, bis ein Paar neun Punkte erreicht hat. Weil wir das Endspiel im Vorjahr im Dunklen austragen mussten, verzichten wir aus Zeitgründen auf Halbfinalspiele. Das Endspiel geht dann allerdings zwischen den beiden Gruppenersten über 13 Punkte", erklärte Bürgervereinsvorsitzender Martin Schäfer.