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Senioren- und Behindertenbeirats (SuBB) der VG Unkel: Fehr: Bevölkerung wird 2035 deutlich älter sein

Senioren- und Behindertenbeirats (SuBB) der VG Unkel : Fehr: Bevölkerung wird 2035 deutlich älter sein

Der Senioren- und Behindertenbeirat (SuBB) der Verbandsgemeinde (VG) Unkel ist gewählt. Senioren und Behinderte der VG Unkel haben so ein Gremium, das sie vertritt.

Alle vorgeschlagenen neun Kandidaten wurden ins Gremium entsandt. Das stand nach geheimer Mehrheitswahl der 30 Wahlberechtigten fest. Gewählt wurden Dieter Borgolte (15 Stimmen), Willi Busch (19), Karsten Fehr (17), Doris Heß (13), Wilhelm Heß (8), Wilhelm Keuer (21), Ruth Moenikes-Peis (18), Michael Peis (13) und Rainer Stahl (23).

"Vielen Dank, dass Sie der Einladung zur Wahlversammlung gefolgt sind und damit Ihr besonderes Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement für die Belange der älteren wie der behinderten Einwohner unserer Verbandsgemeinde um Ausdruck bringen", begrüßte Verbandsbürgermeister Karsten Fehr die Wahlberechtigten im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes.

Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Arbeitskreises "SuBB" für ihre im Vorfeld geleistete intensive Arbeit zur Errichtung dieses Gremiums, die der Verbandsgemeinderat im Vormonat beschlossen hatte.

Beantragt worden war die Einsetzung eines solchen Beirates von dem Rheinbreitbacher Hermann-Josef Sich für die FDP-Fraktion bereits im Februar 2014. "Eine Entscheidung wollte der Verbandsgemeinderat aber so kurz vor den Kommunalwahlen den neuen Mandatsträgern überlassen", erinnerte Fehr an den ziemlich zähen Anfang.

So konnte erst neun Monate nach Antragsstellung im November 2014 zu einer ersten Informationsveranstaltung eingeladen werden. Auf dieser, wie auch in den weiteren Vorgesprächen, seien von den Bürgern mit Elan und Initiativkraft eine Fülle von Maßnahmen angesprochen worden.

"Die VG hat es sich zur Aufgabe gemacht und zum speziellen Anliegen erhoben, die Selbstbestimmung und die gleichberechtigte Teilhabe der älteren wie der behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen zumindest entgegenzuwirken", so Karsten Fehr. Dafür sollen gesellschaftliche Strukturen so gestaltet werden, dass sie der Vielfalt unterschiedlicher Lebenssituationen der entsprechenden Bevölkerungsgruppe besser gerecht werden.

Die Zahl der Älteren wird nach der prognostizierten demografischen Entwicklung mittelfristig immer größer werden. "Die VG Unkel wird zwar 2035 nur geringfügig weniger Einwohner haben, wobei der Faktor Zuwanderung noch nicht berücksichtigt ist. Aber die Bevölkerung wird deutlich älter sein", bezog sich Fehr auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz von 2013.

An den sich daraus ergebenden Problemen und Fragen müsse man vor Ort arbeiten. "Die Erwartungen an diesen Beirat sind hoch. Sie zu erfüllen, bedarf es unser aller Anstrengungen", sagte der VG-Chef. Die neu gewählten Mitglieder des SuBB treffen sich am Donnerstag, 12. November, um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude zur konstituierenden Sitzung.