Feuerwerk in Köln: Hunderttausende sehen "Kölner Lichter"

Feuerwerk in Köln : Hunderttausende sehen "Kölner Lichter"

Unter dem Motto "Über Grenzen hinweg! Offenbach & Friends" stiegen am Samstagabend vor hunderttausenden Zuschauern die 19. Kölner Lichter. Polizei und Sanitäter verzeichneten einen entspannten Veranstaltungsverlauf.

Um kurz nach 23.30 Uhr am Samstagabend war es so weit: Das Abschlussfeuerwerk der 19. Kölner Lichter unter dem Motto "Über Grenzen hinweg! Offenbach & Friends" begann und begeisterte bis etwa 0 Uhr Hunderttausende - vor Ort wie auch vor den Fernsehern. In den Stunden zuvor hatten unter anderem Cat Ballou und Stefanie Heinzmann in Tanzbrunnen der Menge eingeheizt. Insgesamt verschossen die Veranstalter am Samstagabend 1,1 Tonnen pyrotechnisches Material.

Anlass war der 200. Geburtstag des Komponisten Jacques Offenbach (1819-1880). Veranstalter Werner Nolden sagte am Sonntag, mit knapp 300.000 Besuchern seien etwas weniger gekommen als in den Vorjahren. Schuld daran sei wohl das durchwachsene Wetter gewesen.

Für die Polizei bedeuteten die Kölner Lichter auch in diesem Jahr einen Großeinsatz. Laut Mitteilung der Bundespolizei, die mit knapp 250 Einsatzkräften aus Sankt Augustin, Bad Bergzabern und Köln im Einsatz war, wurde lediglich im Kölner Hauptbahnhof sowie im Deutzer Bahnhof eine geringe Anzahl von Straftaten registriert.

"Bis um 2 Uhr verzeichnete die Bundespolizei lediglich zehn Straftaten und 45 Platzverweise", heißt es in der Mitteilung vom frühen Sonntag. Aufgrund des hohen Reisendenaufkommens mussten die Beamten zudem gegen 0.30 Uhr mehrfach den Eingang zum Deutzer Bahnhof temporär schließen.

"Ich freue mich über das gute Zusammenwirken aller Kräfte und den friedlich verlaufenden Einsatz der Bundespolizei", zog Bundespolizei-Polizeidirektor Helmut Langenbach ein zufriedenes Fazit. Bereits am Nachmittag war die Polizei auf der Deutzer Brücke im Einsatz. Diese hatten rund 250-Klima-Aktivisten besetzt.

Auch die Sanitäter hatten weniger zu tun als in den Vorjahren. "Die 19. Kölner Lichter waren im Vergleich zu den letzten Jahren für die vier Kölner Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst) sehr entspannt", hieß es in einer Mitteilung der Stadt Köln. Insgesamt sei 191 Mal Hilfe geleistet worden (2018: 296). 25 Besucher (2018: 39) wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Gut zu tun hatten allerdings die Einsatzkräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes. Insgesamt wurden 1138 Verwarnungen an Falschparker ausgesprochen (Vorjahr: 1096) und 134 Fahrzeuge (Vorjahr: 110) abgeschleppt, um Zufahrtswege für Rettungskräfte freizuhalten.

Die nächsten Kölner Lichter steigen am 18. Juli 2020 unter dem Motto "Phoenix". (mit Inhalten von dpa)