Oedingen: Bunter Zug der Narren durch den Rheinhöhenort

Oedingen : Bunter Zug der Narren durch den Rheinhöhenort

Einmal im Jahr herrscht in Oedingen Ausnahmezustand. Denn wenn Karnevalsfreitag der Zug auf dem Programm steht, pilgern Hunderte von Jecken in den Rheinhöhenort, um das ebenso bunte wie stimmungsvolle Spektakel zu feiern.

Mit wummernden Bässen und aufwendig gestalteten Wagen zogen gleich mehrere Gruppen die Aufmerksamkeit auf sich. Allen voran die Bischöfe des Werthovener Baseballvereins "Greenhorns", die in Anlehnung des Luxus liebenden Bischofs Tebartz-van Elst eine "Protzkapelle" gezimmert hatten und frotzelten: "Dem Himmel sei Dank, wir sind noch nicht blank".

Auf den Limburger Kirchenvertreter hatten es auch die Oedinger Fastelovendsfründe abgesehen. Sie präsentierten unter anderem eine "Joldbütt Modell van Elst". Beim Wort zu nehmen waren die "Party Animals" des Nierendorfer Junggesellenvereins, die sich in letzter Minute dem närrischen Lindwurm angeschlossen.

"Wir baggern tief und verlegen lange Rohre", prahlten die auf ihrer mobilen Baustelle feiernden Bauarbeiter des Teams Höni aus Liessem. Mächtig ins Zeug gelegt hatte sich die Dorfgemeinschaft Birresdorf, die sich in dieser Session der römisch-griechischen Mythologie verschrieben hat und nach dem Motto handelte: "Alle Mann op der Olymp erop - Nix em Büggel, äwer all jot dropp". Die Blicke auf sich zogen nicht zuletzt die ehemaligen Rennmäuse.

Die neuformierte Gruppe um Diana Thomas sorgte als Oedinger Police Academy für Furore, waren sie doch "heißer und schöner als die Polizei erlaubt". Farbe ins Spiel brachten auch die Oedinger Engel und Teufel, die Schornsteinfegerinnen der Elferratsfrauen und die Piraten der heimischen Familien Väckenstedt und Baumgart. Von der Prinzentribüne aus jubelten in diesem Jahr die kleinen und großen Tollitäten aus Kripp, Remagen, Oberwinter, Nierendorf und Fritzdorf dem fahrenden Narrenvolk zu.

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