Landezeiten eingeschränkt: Rückschlag für Ryanair und Laudamotion in Düsseldorf

Landezeiten eingeschränkt : Rückschlag für Ryanair und Laudamotion in Düsseldorf

Die Airline Ryanair erhält wahrscheinlich nicht den Status als Home-Carrier in der Landeshauptstadt Düsseldorf - und hat deshalb Einschränkungen bei den Landezeiten.

Die irische Fluggesellschaft Ryanair ist mit dem Vorhaben gescheitert, für ihren Ableger Laudamotion in Düsseldorf den Status als „Home-Carrier“ zu erhalten. Dies erfuhr unsere Redaktion aus informierten Kreisen. Laudamotion-Chef Niki Lauda forderte bei einem persönlichen Gespräch mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU), dass Laudamotion die Einstufung erhält. Dann dürften die Jets von Laudamotion/Ryanair bei Verspätungen bis 24 Uhr statt bis 23.30 Uhr landen. Der formale Grund für die Absage ist, dass maximal acht Airlines den Status als Home-Carrier mit Wartungsschwerpunkt Düsseldorf erhalten dürfen. Diese acht Plätze sind vergeben.

Aber die Landesregierung ist auch besorgt wegen immer mehr später Landungen: Am Samstag, 30.Juni, beispielsweise kamen 17 Jets zwischen 23 Uhr und 24 Uhr runter, obwohl sie planmäßig bis 23 Uhr hätten landen müssen. Zwei dieser sehr späten Ankünfte waren Jets von Laudamotion, acht vom großen Sorgenkind Eurowings.

Dabei müssen Laudamotion und Ryanair faktisch als ein Unternehmen gesehen werden. Der Grund ist, dass Laudamotion seine Flüge wie beispielsweise nach Palma de Mallorca, Alicante, Teneriffa oder Faro in Portugal alle über die Internetseite von Ryanair verkauft. Laudamotion hat zehn seiner 19 Flugzeuge von Ryanair ausgeliehen. Und zusätzlich hat Ryanair bereits angekündigt, den Anteil an Laudamotion von aktuell 25 auf 75 Prozent aufstocken zu wollen.

In Wahrheit steigt Ryanair bei Laudamotion auch nur ein, um die begehrten Start- und Landerechte speziell in Düsseldorf (sowie in Palma ) zu erhalten. Und die wären als Home-Carrier am Rhein eben noch mehr wert.

Mehr von GA BONN