Beethovenfest 2019: Bonner Schüler bringen Klassik und Beatboxing zusammen

Beethovenfest 2019 : Bonner Schüler bringen Klassik und Beatboxing zusammen

Bonner Oberstufenschüler organisieren im September ein Konzert unter dem Motto „Beat Machines“. Das Ergebnis klingt ungewöhnlich.

Vor zehn Jahren rockte die Hip-Hop-Klassik-Band „einshoch6“ das Beethovenfest. Es war der Startschuss zu der sehr besonderen Erfolgsgeschichte der Schülermanager des Festivals, die damals, im Jahr 2009, erstmals ein Konzert selbstständig auf die Beine gestellt hatten. Es folgten weitere aufsehenerregende Events unter anderem mit dem Rapper Samy Deluxe, dem charismatischen Geiger Daniel Hope, dem schrillen Organisten Cameron Carpenter und mit Martin Grubinger, dem Popstar unter den klassischen Perkussionisten.

Auch die acht Bonner Schülerinnen und Schüler des aktuellen 2019er Jahrgangs mit der 17-jährigen Intendantin Kristine Muschinski an der Spitze wollen nun ein möglichst großes Publikum für ein sehr außergewöhnliches Konzept finden. „Beat Machine“ heißt der Abend am 27. September, bei dem nicht ein Musiker als Star im Zentrum steht, sondern eine Idee, die von gleich mehreren Künstlern realisiert werden soll. Einen kleinen Eindruck von dem, was auf das Beethovenfestpublikum zukommen wird, erhielt man am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz der Schülermanager in der „Fabrik 45“ am Hochstadenring, in deren Räumen die zeitgenössische Kunst eine Heimat gefunden hat.

Die Veranstaltung begann sehr ungewöhnlich mit rhythmischen Klopfgeräuschen, die von den Schülermanagern an Geländereisen, Heizkörpern oder einer Tür erzeugt wurden. Sozusagen als Grundbeat für das gesamte Vorhaben, das neben dem Konzert auch einen Workshop für Jugendliche beinhaltet.

Koka Nikoladzes kuriose Kreationen

Der 16-jährige Victor Abs, der das künstlerische Betriebsbüro in seiner Verantwortung hat, gab die Namen der beteiligten Künstler bekannt. Neben dem australischen Beatbox-Weltmeister Tom Thum und dessen Landsmann, dem Dirigenten Gordon Hamilton, ist das der Georgier Koka Nikoladze, der seiner Fantasie in der Kreation kurioser Beat Machines freien Lauf lässt. „Koka ist ein Künstler, der mit seinen Beat Machines einzigartige Klänge hervorzaubern kann“, verspricht Victor Abs. Einige dieser aus diversen Materialien gebauten Apparaturen konnte man in einem kleinen Video bestaunen.

Was Tom Thum und Gordon Hamilton angeht, ist sich Abs in einem Punkt ganz sicher: „Die beiden schaffen den Spagat zwischen Klassik und Beatboxing.“ Zum Beweis legt er noch ein durchaus überzeugendes Video der beiden Musiker vor. Und damit das in Bonn auch ein richtiges Konzert wird, kommt noch das elfköpfige, für den Anlass eigens zusammengestellte Ensemble Podium Strings hinzu.

Gefördert wird das Schülermanagerprojekt wieder von der Deutsche Bank Stiftung und von der Deutschen Telekom, die für das Konzert am 27. September auch wieder das Telekom Forum am Beueler Landgrabenweg zur Verfügung stellt. Und Sophie Tollmann, Pressesprecherin der Schülermanager, entlockte ihrem Kollegen von der Telekom, René Bresgen, ein Versprechen: „Wir werden das auch weiter unterstützen.“ Vervollständigt wird das Schülermanagerteam durch Anuar Lutfi, Lilli Amrehn, Clara Memmolo (Marketing) sowie Felicitas von Bargen und Pascal Bolz (Education).

Die Mitarbeiter des Beethovenfests stehen den Schülermanagern als Mentoren zur Seite. „Sie helfen uns, unsere Ideen umzusetzen und das Beste aus uns herauszuholen“, sagte Intendantin Kristine Muschinski. Auch die Intendanz des „erwachsenen“ Beethovenfests war an diesem Morgen vertreten. Während Nike Wagner im Publikum saß, kam ihr Stellvertreter Dettloff Schwerdtfeger aufs Podium und lobte das Vorhaben der Schülermanager auch wegen des künstlerischen Wagemuts, die Genres zu mischen.

Karten für das Konzert am 27. September, 20 Uhr (Einführung 19.30 Uhr), gibt es bei Bonnticket. Infos im Internet: Instagram: schuelermanagerbonn, Facebook: @schuelermanagerbeethovenfest, Twitter: @Schuelermanager

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