Kommentar: Formel 1 - Von Mensch und Maschine

Kommentar : Formel 1 - Von Mensch und Maschine

Wer ist der beste Fahrer in der Formel 1? Die Antwort scheint einfach: der Weltmeister. Tatsächlich? Leider ist es noch nie zu einem teamübergreifenden Vergleich gekommen.

Interessant wäre doch zu wissen, wie sich ein Sebastian Vettel im Ferrari, ein Fernando Alonso im Silberpfeil oder ein Lewis Hamilton im Red Bull präsentieren würde. Ein Rennen in der Saison - von mir aus außer Konkurrenz - könnte doch mit Fahrertausch ausgetragen werden. Dann wären wir ein Stück schlauer.

Zu einem solchen Szenario wird es natürlich nie kommen. Deshalb kann man auch behaupten, dass der Weltmeister eben nicht der beste Fahrer ist, sondern einfach nur das Glück hat, im besten Auto zu sitzen. Letztendlich ist es diese komplexe Verbindung von Mensch und Maschine, die zu einem großen Teil den Reiz des Motorsports und im Speziellen der Formel 1 ausmacht. Eine Verbindung, die ab Sonntag wieder weltweit Milliarden Menschen in ihren Bann ziehen wird.

Die PS-Schlacht hat in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen. Für den Sieg kommen nicht mehr nur ein oder zwei Fahrer in Frage. 2012 gab es acht verschiedene Grand-Prix-Sieger. Die Konkurrenz rückt immer näher zusammen. Aber auch diverse Regeländerungen tragen zu mehr Spannung und Abwechslung bei. Insbesondere wurden dadurch Überholvorgänge erleichtert. Die Zeiten, in denen man mit einem langsameren Auto die Konkurrenz blockieren konnte sind jedenfalls weitestgehend vorbei. Das ärgert zwar so manchen Rennfahrer alter Schule, freut aber den Zuschauer. Und wenn dann das Wetter noch Kapriolen schlägt, steht einer dramatischen Saison nichts mehr im Wege.

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