Gastro aktuell: Das bietet das Restaurant Oliveto im Bonner Hotel Königshof

Gastro aktuell : Das bietet das Restaurant Oliveto im Bonner Hotel Königshof

Das Restaurant Oliveto im Hotel Königshof erlebt eine Auffrischung. Der neue Küchenchef Sebastian Mattis liebt seinen Beruf und achtet auf Qualität. Wir zeigen, welche Neuerungen das Oliveto zu bieten hat.

Seit Anfang Januar gibt es mit Sebastian Mattis einen neuen Küchenchef im Restaurant Oliveto vom Hotel Königshof. Dabei ist es für den Koch fast eine Heimkehr. In Bonn ist der gebürtige Frechener quasi beruflich aufgewachsen. Nach der Lehre in der Redoute arbeitete er bei Heiko Nieder im L’Orquivit, bevor er im Kölner Restaurant Le Moissonnier bei Küchenchef Eric Menchon und Gastgeber Vincent Moissonnier eine zweite Heimat fand. Insgesamt 13 Jahre blieb er dort, bevor er sich einen eigenen Michelin-Stern im Kölner Wein am Rhein erkochte – um anschließend als Executive Chef das Restaurant Fritz & Felix im Brenner‘s Park Hotel, Baden-Baden, auf die Neueröffnung vorbereitete. Dort war, sagt Mattis, öfters Thomas Althoff zu Gast, dessen Hotelgruppe auch die Marke Ameron gehört, zu der der Königshof zählt. Es hat ihm ganz offensichtlich geschmeckt.

In Bonn ist es kein Neubeginn, sondern eine kreative Auffrischung, die er dem Speiseprogramm des Oliveto verordnen wird. „Mehr Mut“ und „eine eigene Handschrift“ will er zeigen. Die sogenannte Cucina casalinga, also Essen im Stil italienischer Hausmannskost, bleibt bestehen. Allerdings möchte Mattis neben der typischen Nonna-Küche, also der guten vertrauten Gerichte von Oma, ab Februar auch kreativere Speisen auf die Karte schreiben. Die Kontraste, sagt Mattis, „werden wir klar herausarbeiten“: Pappardelle mit Ragù werden ohne Schnickschnack auch genau das sein, „es kommt dabei ganz auf die Qualität von Pasta wie auch Soße an“. Auf der anderen Seite gibt es ambitionierte Kreationen, „die nicht verkopft ausfallen sollen, aber authentisch sein werden“. Überhaupt: Ein Menü kann sich der Gast aus beiden Varianten zusammenstellen: rustikal und komplex zugleich.

Noch ist die neue Speisekarte nicht gedruckt, doch so könnten künftig drei typische Gänge von Mattis aussehen: als Vorspeise aus der Kategorie Casalinga Spinat/ Sellerie/ Traube/ Marone/ Trüffel (Vorspeisen werden 18 bis 20 Euro kosten), gefolgt von einem kreativen Hauptgang wie Kalbsbries/ Radicchio/ Kartoffel-Nussbutterschaum (28 bis 30 Euro) und einem Dessert mit Haselnuss/ Trüffel/ gebrannte Schokolade (um die 12 Euro). Das Weinangebot zeigt wie gewohnt seine stärksten Seiten in Deutschland und Italien, bietet daneben aber auch vereinzelte Abstecher nach Spanien und Frankreich.

„Ich liebe meinen Beruf“, sagt Mattis und er kocht am liebsten mit „Bauchgefühl“: „Meine Gerichte sollen Wohlfühl-Charakter haben und die Leute glücklich machen, sie aber durchaus auch herausfordern.“ So plant er künftig eine „Tafel“: Am Sonntag soll es einen langen Tisch geben, an dem ein festes Menü serviert wird – in Anlehnung an die französische Tradition des Table d’hôte: Wörtlich steht das für „Tisch des Gastgebers“: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. „Essen soll nicht nur satt machen“, sagt Mattis, „es soll auch Kommunikation sein und Spaß machen.“ Er hofft, dass er im Oliveto die passende Atmosphäre für seine Tafel-Runde schaffen kann und damit auch „eine emotionale Bindung“ zum Restaurant.

Das haben die Bonner ohnehin, denn die Terrasse des Oliveto mit ihren 80 Plätzen nimmt sozusagen eine Logenposition am Rhein ein. Das Restaurant selbst bietet rund 60 Gästen Platz. Außerdem ist der Königshof mit seinen Veranstaltungsräumen gefragt, die dann übrigens ebenfalls aus der Küche von Sebastian Mattis beschickt werden: Er ist auch für den Bankett-Bereich zuständig.

  • Info: Restaurant Oliveto, Adenauer-Allee 9, 53111 Bonn, Tel. (0228) 26 010, ameronhotels.com/de/bonn-hotel-koenigshof. Geöffnet 12-14h (Lunch), 18-21.30h (Dinner)