Geplantes Baugebiet Am Vogelsang in Dransdorf: Wettbewerb für „Urbanes Wohnen“ läuft

Geplantes Baugebiet Am Vogelsang in Dransdorf : Wettbewerb für „Urbanes Wohnen“ läuft

Auf und um den Sportplatz Am Vogelsang herum möchte die Stadt Bonn bauen. Dabei sollen sowohl geförderte als auch frei finanzierte Wohnungen entstehen.

Mit dem Projekt zwischen der Siemensstraße sowie den Straßen Auf dem Hügel und Am Propsthof nimmt die Verwaltung am NRW-Wettbewerb „Urbanes Wohnen“ teil. Im Falle eines Zuschlags würde das Land das Projekt bezuschussen. Stadtrat und Bezirksvertretung Bonn hatten der Teilnahme an dem Wettbewerb zugestimmt.

Nach Angaben der Stadt befindet sich das städtische Grundstück neben der ehemaligen Industriefläche Arkema, die die Westside GmbH entwickelt. „Ziel ist es, ein urbanes Quartier mit Wohnen und Arbeiten nebeneinander zu schaffen“, teilte Vizestadtsprecher Marc Hoffmann mit. Auf den städtischen Flächen soll es unterschiedliche Wohnformen samt Kindertagesstätte, Quartierstreff, Spielplatz und Mobilitätsangebote geben.

Der Sportplatz selbst wird heute kaum noch genutzt. Fußballer trainieren und spielen auf der Asche nur noch selten. Deshalb wird es auch keinen Ersatz geben, wie Stefanie Zießnitz vom Presseamt sagte. Das geht auch aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor, mit der sich der Sportausschuss im April beschäftigt hatte.

Aufgabe des Sportplatzes schon 2009 beschlossen

Letztlich ist das alles ein alter Hut: Die Aufgabe des Platzes war bereits im Februar 2009 beschlossen worden, als es um die Aufstellung des Bebauungsplanes ging. „Um preiswerte Wohnungen zu schaffen, hat die Stadt bereits Gespräche mit der städtischen Tochter Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG geführt“, so Hoffmann. Die Vebowag, die schon 90 Wohnungen nebenan unterhält, sei sehr interessiert. Partner soll die Wohnbau GmbH sein, die später in die Verkaufsverhandlungen mit einbezogen werde.

Vebowag und Wohnbau verpflichten sich, einen der Preisträger des Wettbewerbs, an dem sich EU-weit Unternehmen beteiligen, mit der Realisierung zu beauftragen. Die ausgewählten Büros (maximal 30, davon zehn junge Büros und fünf gesetzte Büros) müssen ihre Arbeiten bis Mitte Oktober 2016 abgeben. Die Preisgerichtssitzung ist für den November 2016 vorgesehen. Die Kosten zur Durchführung des Wettbewerbs belaufen sich auf 160 000 Euro. Die Hälfte wird durch das Land übernommen, den Rest teilen sich Vebowag, Wohnbau und Stadt.