Aus Schulruine wird fröhliche Kita: Monti-Haus feiert offizielle Eröffnung

Aus Schulruine wird fröhliche Kita : Monti-Haus feiert offizielle Eröffnung

Die Kita Monti-Haus in Mehlem ist am Dienstag offiziell eröffnet worden. Das sorgt im Godesberger Süden für etwas Entspannung bei den Betreuungsplätzen, trotzdem fehlen noch viele Plätze für Kleinkinder.

Das Wandkunstwerk in der Eingangshalle erinnert noch an die alte Domhofschule. Ansonsten hat der Kindergarten Monti-Haus nicht mehr viel mit dem maroden Bau gemeinsam. Einige Monate nach dem Einzug haben Kinder, Eltern und Erzieherinnen mit einem fröhlichen Sommerfest Einweihung gefeiert.

Vor drei Jahren sah es an der Domhofstraße noch völlig anders aus: zersplitterte Fenster, zerstörte Türen, zertrümmerte Waschbecken, überflutete Klassenzimmer. Unbekannte Täter hatten so in dem leerstehenden Gebäuden gewütet, dass ein Trakt nicht mehr als provisorische Kita zur Verfügung stand, sondern abgerissen werden musste. Die ersten Monti-Kinder konnten stattdessen von einem Containerbau aus verfolgen, wie die Handwerker ihren neuen Kindergarten sanierten. Kita-Leiterin Doris Grünwald-Fischer und ihre 25 Mitarbeiterinnen hätten den Übergang hervorragend gemeistert, so die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Hillevi Burmester bei der Eröffnung. Insgesamt hat die Stadt rund 4,4 Millionen Euro investiert.

Die Tageseinrichtung für Kinder ist zugleich ein zertifiziertes Familienzentrum des Landes NRW. In sechs Gruppen werden 30 Kinder unter drei Jahren und 65 Kinder ab drei Jahren betreut. Trotzdem fehlen im Godesberger Süden weiterhin zahlreiche Betreuungsplätze. In Mehlem werden nach Angaben der Stadt Bonn noch rund 60 U 3-Plätze und 41 Plätze für Kinder ab drei Jahren benötigt. Rüngsdorf, Pennenfeld und Lannesdorf brauchen insgesamt noch 149 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 165 Plätze für Über-Dreijährige in öffentlich geförderten Kitas und in der Tagespflege. Lannesdorf ist laut Presseamt dabei der Bezirk, in dem die meisten Betreuungsplätze fehlen. „Aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen ist von steigenden Bedarfszahlen auszugehen“, teilte die Stadt mit.

Viel Platz zum Spielen und Toben

Die Kinder des Monti-Hauses haben sich schon gut eingelebt. Viel Freiraum zum Spielen und Toben bietet das große Außengelände, das an den Mehlemer Bach und die Grundschule grenzt. Bedenken, dass es hier erneut zu Vandalismus kommen könnte, hat die Stadt nicht. In einer Mitteilung an die Bezirksvertretung Bad Godesberg teilt sie mit, dass das Gebäude und das Außengelände ausleuchten werden.

Außerdem gibt es eine Einbruchmeldeanlage. Auch die benachbarte Domhofschule wird gesichert, unter anderem mit Kameras. „Nach übereinstimmender Auffassung der Schulleitung, der Kita-Leitung, der Polizei und des Ordnungsdienstes ist die öffentliche Wegeverbindung nicht ursächlich für die zurückliegenden Vorfälle“, teilt die Stadt mit. Der Weg. Der Fußweg zwischen Kunigundenstraße und Langenbergsweg soll erhalten bleiben.

Die Verwaltung setzt auf technische Maßnahmen. Außerdem werde das Gelände der Schule weiterhin im Rahmen des Präsenzkonzeptes der Polizei und durch Streifen des Ordnungsaußendienstes kontrolliert. Auch der Einsatz von Jugendsozialarbeitern soll noch einmal überprüft werden.