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Stadt fällt Entscheidung: Alte Domhof-Schule wird zum Kindergarten

Stadt fällt Entscheidung : Alte Domhof-Schule wird zum Kindergarten

Das seit gut eineinhalb Jahren verwaiste Gebäude der alten Domhofschule wird bald wieder von Kindern bevölkert werden. Die Kleinen der Kita der evangelischen Heilandkirche ziehen nämlich demnächst dort ein. Der Grund: Ihr Kindergarten wird abgerissen und neu gebaut. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, mit der die Verwaltung eine Anfrage der Grünen beantwortet.

Wie berichtet, ist die Frage, was aus dem ehemaligen Schulgebäude werden soll, nicht neu: Schon im Mai 2011 war sie Thema in mehreren Ratsgremien, eine eindeutige Antwort war indes nicht in Sicht. Im Gespräch standen zuletzt der Bau von Wohnungen im Zuge eines Investorenwettbewerbs, der Verkauf der Schule oder die Ansiedlung eines Mehrgenerationenkonzeptes.

Diese Ideen sind noch nicht komplett vom Tisch, zunächst aber zieht die Kita in das Gebäude ein, und zwar laut Stadt bis voraussichtlich Ende dieses Jahres. Die Gemeinde muss keine Miete bezahlen, allerdings muss sie Teile der Betriebs- und Heizkosten übernehmen. Außerdem kommt die Gemeinde für die Instandsetzung der alten Domhofschule, die für die vorübergehende Nutzung notwendig sind, auf. Dazu gehört zum Beispiel der Brandschutz.

Doch auch wenn die Kita der Heilandkirche wieder in ihrem Neubau unterkommt, wird sich auf dem Gelände einiges tun: Laut Stadt gibt es in Mehlem zu wenig Kindergartenplätze. „Aufgrund dieser Unterversorgung ist die Schaffung einer weiteren Kindertageseinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule aus Bedarfsgründen zwingend erforderlich“, so die Stadt in der Stellungnahme. Soll heißen, dass dann eine weitere Einrichtung auf dem Gelände entstehen soll.

Für die Flächen, die anschließend nicht mehr gebraucht würden, könnte dann ein Nutzungskonzept entwickelt werden, so die Verwaltung. Der Idee, dort eine Turnhalle zu bauen oder den Schulhof der KGS Am Domhof zu erweitern, erteilte die Stadt eine Absage: Dafür bestehe derzeit keine Notwendigkeit. Sollte sich daran etwas ändern, werde die Verwaltung die Gremien informieren.

Grundsätzlich solle das Gelände für den „Gemeinbedarf Schule“ genutzt werden. Wenn dort also etwas anderes – zum Beispiel Wohnungen – gebaut werden sollte, müsste das Planungsrecht geändert werden.